ÖVP will Sobieski-Promenade und Denkmal am Kahlenberg
Beim heutigen Gemeinderat wird die Wiener ÖVP einen Antrag einbringen, dass ein bereits zugesagtes Sobieski-Denkmal am Kahlenberg auch tatsächlich realisiert wird. „Jan III. Sobieski ist als Retter Wiens im Jahr 1683 untrennbar mit der Geschichte unserer Stadt und ganz Europas verbunden. Sein Einsatz steht symbolisch für ein wehrhaftes und solidarisches Europa“, ist im Antrag zu lesen.
„Dass am Kahlenberg bis heute lediglich ein leerer Sockel steht, obwohl ein Denkmal längst zugesagt wurde, ist weder historisch noch diplomatisch nachvollziehbar“, ärgert sich die nicht-amtsführende Stadträtin Kasia Greco.
Das Denkmal wurde laut ÖVP bereits nach einer gemeinsamen Spendeninitiative von polnischen und österreichischen Bürgerinnen und Bürgern gefertigt und stehe derzeit in Polen, nachdem die Stadtregierung ihre Zusage zurückgezogen hatte. Die Stadt Wien werde "keine Bühne errichten, die für ausländerfeindliche Hetze und das Schüren von islamfeindlichen und antitürkischen Ressentiments instrumentalisiert werden kann", teilte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) im November 2024 mit.
Polnische Unterstützung
Der ÖVP-Antrag wird indes auch vom polnischen Botschafter in Österreich, Zenon Kosiniak-Kamys, unterstützt: „Ein Denkmal am Kahlenberg wäre nicht nur eine Würdigung der historischen Rolle Jan III. Sobieskis, sondern auch ein starkes Zeichen der gemeinsamen europäischen Verantwortung und der Verbundenheit zwischen Wien und Polen.“ Polen stehe darum bereit, die Umsetzung konstruktiv zu begleiten und die kulturelle Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.
Die ÖVP wünscht sich darüber hinaus eine Umbenennung des Wanderwegs 1a in eine „Sobieski-Promenade“ als Wissensweg.
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