Eine Schule, eine Musikschule, Wohnungen, Geschäfte und ein Park: Bis 2026 entsteht an der Laxenburger Straßer ein ganz neuer Stadtteil in Favoriten

© ÖBB/Estudio Elgozo

Favoriten
03/05/2020

"Neues Landgut": Neues Grätzel auf alten Gleisen

In Favoriten entsteht eine neuer Stadtteil - mit einer Schule, einem Park, Wohnungen und Geschäften. 2026 soll er fertig sein.

von Julia Schrenk

Das Alte Landgut gibt es in Favoriten schon seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damals war es ein Anwesen, seit der Verlängerung der U1 nach Oberlaa ist es auch ein Stadtviertel mit U-Bahn-Anschluss. Bald bekommt Favoriten auch ein „Neues Landgut“. Und zwar dort, wo einst der Stützpunkt für Triebfahrzeuge des Südbahnhofs war.

Im Dreieck zwischen der Laxenburger Straße, der Landgutgasse und den Gleisen der ÖBB-Strammstrecke entsteht auf einer neun Hektar großen Fläche der ÖBB das „Neue Landgut“.

Bis 2026 soll dort ein ganz neuer Stadtteil geschaffen werden: mit einer Schule für 1.300 Schülerinnen und Schüler, mit 1.500 Wohnungen (die Hälfte davon gefördert) für ungefähr 4.000 Menschen, einem neuen Gemeindebau, Geschäften und einer sogenannten „grünen Mitte“ – also einem Park inmitten des Grätzels.

„Unsere Stadt wächst, aber sie wächst nicht in die Breite“, sagt Vizebürgermeisterin und Planungsstadträtin Birgit Hebein (Grüne). „Wir bauen dort, wo es Infrastruktur gibt.“ Die gibt es dort tatsächlich. Die Straßenbahnlinie O fährt – quasi – vor der Haustür vorbei, der Hauptbahnhof ist eine Bim-Station entfernt, zur U1 am Keplerplatz sind es fünf Minuten zu Fuß.

„Laxenburger Allee“

Damit es einen Durchgang bis zum Columbusplatz gibt, wird auch die „trostlose Mauer“ (Zitat Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) abgetragen, die das Areal der ÖBB derzeit begrenzt. Fußgänger können dann vom Waldmüllerpark bis zur Favoritenstraße durchgehen.

Die Laxenburger Straße soll im Zuge der Umgestaltung ihr Image von der charakterlosen Durchzugsstraße zumindest zu einem Teil verlieren und wieder zu einer „Allee“ werden, wie der Bezirksvorsteher sagt. Dort werden also bald Bäume gepflanzt. Stadtauswärts wird die Straße um elf Meter verbreitert, ein Radweg und eine zusätzliche Fahrspur für Autos werden gebaut.

Die historischen Hallen – eine Inventarhalle der ÖBB sowie die Gösserhalle, die aktuell für Events genutzt wird, sollen erhalten und ins Grätzel integriert werden.

Die Bagger sind schon aufgefahren, ein Haus ist zum Teil abgerissen, der Boden planiert. Der Umbau der Laxenburger Straße beginnt im April. Läuft alles nach Plan, sollen im November die ersten Wohnungen gebaut werden. Die Schule soll im Herbst 2023 eröffnen, das gesamte Grätzel soll 2026/27 fertig sein.

Kosten: 90 Millionen Euro.

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