Chronik | Wien
03/15/2019

Neue Ambulanzen sollen Wiens Spitäler entlasten

Anlaufstelle für Patienten mit leichteren Beschwerden in jedem Gemeindespital geplant.

Künftig soll jedes Wiener Gemeindespital eine Erstversorgungsambulanz für die Behandlung von kleineren Beschwerden bekommen, damit die eigentlichen Ambulanzen entlastet werden. Das hat Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bei der Klubtagung der SPÖ Wien angekündigt. Die Idee: Sämtliche Patienten - ausgenommen Notfälle - werden in der Erstversorgungsambulanz empfangen und von Ärzten begutachtet. Dann wird über das weitere Prozedere entschieden, wobei von der Verschreibung von Medikamenten oder einer allgemeinmedizinischen Erstversorgung über die Weiterleitung an den niedergelassenen Bereich bis hin zu einer stationären Aufnahme im Krankenhaus alles möglich ist.

Einen Zeit- und Kostenplan für die Umsetzung gibt es noch nicht. Vorbild könnte jedenfalls eine ähnliche Einrichtung sein, die es im AKH bereits gibt. Die Allgemeinmedizinische Ambulanz (AMA), die Patienten abends und am Wochenende versorgt.

Anders als diese Ambulanz, die von Ärzten des Funkdienstes betrieben wird, soll das neue Angebot enger an das Spital angebunden sein und vermutlich auch von Spitalsärzten betrieben werden, so Hacker. "Mit der Erstversorgungsambulanz sollen auch Ausbildungsplätze für Allgemeinmediziner entstehen", sagt der Stadtrat. Denkbar ist, das sie - anders als die AKH-AMA - auch ganzwöchig und tagsüber offen ist.

Die Wiener Ärztekammer begrüßt Hackers Vorstoß und empfiehlt der Stadt, sich am AKH-Projekt zu orientieren.  „Die AMA im Wiener AKH liefert ausgezeichnete Ergebnisse sowohl was die Patientenbetreuung betrifft als auch die Entlastung der Spitalsambulanzen“, sagt Präsident Thomas Szekeres.