Im Wachzimmer Pappenheimgasse war das Opfer zusammengebrochen.

© KURIER/Franz Gruber

Wien
03/02/2016

Nach tödlichem Bruststich: 18-Jähriger stellte sich

Verdächtiger kam mit der Tatwaffe in Polizeiinspektion. Streit um Schmerzensgeld als Auslöser.

Nachdem ein 52-Jähriger Dienstagabend in der Polizeiinspektion Pappenheimgasse mit einem Bruststich zusammengebrochen und auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben war, hat sich der 18-jährige mutmaßliche Täter noch in der Nacht selbst gestellt und gestanden. Ein seit mindestens zwei Jahren schwelender Familienstreit um nicht bezahltes Schmerzensgeld soll laut Polizei der Hintergrund für die Bluttat sein

Der junge Mann war kurz vor 23 Uhr ebenfalls in eine Polizeiinspektion gekommen. Die Tatwaffe, ein Klappmesser, hatte er dabei. Er gab an, dass er den 52-Jährigen nicht töten wollte. Als sich der mutmaßliche Täter und das Opfer Dienstagabend gegen 19 Uhr beim Einkaufen über den Weg gelaufen sind, soll es sofort zu Beschimpfungen und einer Rangelei gekommen sein, in deren Verlauf der 18-Jährige ein Messer gezogen und auf offener Straße zugestochen haben soll.

Das 52-jährige Opfer schleppte sich nach der Attacke noch zu seinem Wohnhaus und sprach über die Gegensprechanlage mit seiner Frau. Er berichtete, dass er beim Einkaufen niedergestochen wurde. Sie schickte ihn daraufhin zur Polizei, wo er zusammenbrach. Selbst der Notarzt konnte dem Mann nicht merh helfen, er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Der 18-Jährige wurde festgenommen und ist geständig. Die genaue Todesursache des 52-Jährigen wird nun durch eine gerichtliche Obduktion untersucht. Ermittlern zufolge soll die aus der Türkei stammende Familie gestritten haben, weil der Vater des 18-Jährigen dem späteren Opfer nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung das Schmerzensgeld nicht zahlen wollte.

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