© Petra Hochstrasser

Chronik Wien
03/11/2019

Nach Brand in Donauzentrum: Besucher trotz Selchgeruchs

Die Aufräumarbeiten und die Ermittlungen sind noch im Gange. Besucher bummeln schon wieder.

Obwohl den ganzen Samstag das Dach des Donauzentrums gebrannt hat, erinnert am Montag nicht mehr viel an das Unglück: Vier Geschäfte sind geschlossen und einige Handwerker sind im Einsatz, ansonsten fällt nur der beißende Geruch auf.

Es herrscht bereits wieder reger Betrieb: Viele Menschen kaufen ein und lassen ihre Blicke nur kurz über die gesperrten Geschäfte schweifen. Dass es gebrannt hat, scheint niemanden sonderlich zu stören. „Wenn ich nichts von dem Brand wüsste, würde ich nichts merken“, sagt Gerald A., Besucher des Zentrums.

Auch Martin Fürsatz, Pressesprecher des Donauzentrums, zeigt sich positiv: „Der Schaden ist wesentlich geringer als angenommen. Das Center konnte regulär geöffnet werden“.

Die vier Läden (Dorotheum, Backwerk, Reformstark Martin und Handybörse), seien aufgrund von Wasserschäden geschlossen. Zusätzlich seien zwei Mieter betroffen: Ein Tierarzt und ein Plasma-Zentrum.

Glück im Unglück

Samstagfrüh ist das Feuer am Dach von Wiens größtem Einkaufszentrum ausgebrochen. Um 6.30 Uhr begannen die Löscharbeiten mit 200 Einsatzkräften. Aufgrund der hohen Rauchentwicklung musste das Gebäude ab 12 Uhr komplett geräumt werden.

„Gebrannt hat es nur am Dach. Bis auf den starken Rauch hatten wir also Glück im Unglück“, sagt Fürsatz.

 

 

Viele Besucher wundert die schnelle Wiedereröffnung – unter anderem Nathalie G.: „Ich bin verblüfft, dass es offen hat“. Zu verdanken ist dies wohl den vielen Fachkräften: Sie reparieren und säubern den betroffenen Abschnitt im „Donauzentrum Neu“.

Bestehen bleibt trotz Raumduft und Lüftung vorerst der Geruch: „Es riecht halt noch ein bisschen geselcht“. sagt Nathalie G. Besucher Andreas A. bestätigt das: „Es riecht ziemlich geräuchert hier“.

Wie hoch der Schaden ist, kann noch nicht beziffert werden. Auch die Brandursache ist noch ungeklärt. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch.

von Petra Hochstrasser