Monatelange Ermittlungen: Rezeptbetrug in Wien aufgedeckt
Die Polizei musste ausrücken.
Die Wiener Polizei hat nach monatelangen Ermittlungen zwei Personen ausgeforscht, die im Verdacht stehen, in großem Umfang Rezepte gefälscht zu haben. Eine 72-jährige Österreicherin soll seit Anfang 2025 gefälschte Rezepte auf nicht existierende Personen in verschiedenen Wiener Apotheken eingelöst haben. Als mutmaßlicher Haupttäter gilt ihr 30-jähriger Schwiegersohn, der am Donnerstag vorläufig festgenommen wurde.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Zentrum Ost, begannen bereits im Jänner 2025. Durch die enge Kooperation mit der Apothekerkammer Wien gelang es den Beamten, zunächst die 72-jährige Frau zu identifizieren. Diese soll versucht haben, Rezepte auf verschiedene fiktive Identitäten in Apotheken einzulösen.
Gefälschte Rezepte in Wohnung gefunden
Nach einer von der Staatsanwaltschaft Wien angeordneten Hausdurchsuchung bei der Verdächtigen führten weitere Ermittlungen zu ihrem Schwiegersohn, der nun als mutmaßlicher Urheber der Fälschungen gilt.
Bei der Durchsuchung der Wohnung des 30-Jährigen in Wien-Ottakring konnten die Ermittler gefälschte Rezepte im zweistelligen Bereich sicherstellen. Der Tatverdächtige verweigerte die Aussage und wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt. Auch gegen seine Schwiegermutter wurde Anzeige erstattet.
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