Stadtrat Peter Hacker mit FSW-Chefin Anita Bauer

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Chronik Wien
08/29/2019

Mehr Geld für Pflegebedürftige, weniger für Flüchtlinge

Der Fonds Soziales Wien legt seinen Jahresbericht 2018 vor. Um insgesamt 1,75 Milliarden Euro wurden 120.800 Menschen betreut.

von Julia Schrenk

Jahresbericht. 1,75 Milliarden Euro hat der Fonds Soziales Wien 2018 ausgegeben. Dabei wurden über die 100-Prozent-Tochter der Stadt, die soziale Dienstleistungen für Pflegebedürftige, Flüchtlinge, Behinderte, Wohnungslose und Verschuldete erbringt, weniger Kunden betreut als 2017, nämlich 120.800.

„Das liegt daran, dass für Pflegebedürftige pro Kopf mehr aufgewendet wird, als für Flüchtlinge“, sagt Geschäftsführerin Anita Bauer. Denn die Zahl der Flüchtlinge in der Wiener Grundversorgung ist stark gesunken und liegt aktuell bei 12.700.

Immer mehr Senioren

Vor große Herausforderungen wird die Stadt spätestens ab 2025 gestellt werden. Bis dahin wird der Anteil der 80- bis 85-Jährigen massiv ansteigen, mehr Menschen werden pflegebedürftig sein. Laut Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) soll der Mehrbedarf aber nicht mit mehr Plätzen in der stationären Pflege abgefangen werden, sondern etwa mit Tageszentren.