Wega und Cobra waren vor Ort

© APA/HANS PUNZ

Polizei
07/20/2019

Mann verbarrikadiert sich: Polizei fand ihn lebensgefährlich verletzt

Eine Frau schrie aus dem Fenster ihrer Wohnung in Wien, dass sie bedroht werde. Die Polizei stürmte die Wohnung und fand einen Verletzten.

von Konstantin Auer

Samstagvormittag lief am Mortaraplatz im 20. Wiener Bezirk ein Großeinsatz der Polizei. Ein Mann soll laut ersten Informationen der Polizei seine Lebensgefährtin mit dem Umbringen bedroht und verletzt haben. Die Frau rief aus dem Fenster um Hilfe, Passanten verständigten die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr rettete sie mit einer Drehleiter aus dem Fenster.

Mann reagierte nicht

Nachdem sich der Mann in der Wohnung verschanzt hatte und nicht auf die Polizei reagierte, stürmten WEGA und Cobra die Wohnung. Dort fanden sie den Mann mit lebensgefährlichen Stichverletzungen im Bauchbereich, die von einem Messer verursacht wurden.

„Wir gehen davon aus, dass er sich selbst verletzt hat“, sagte Polizeisprecher Daniel Fürst. Der schwer verletzte Mann und die Lebensgefährtin wurden von der Rettung in Krankenhäuser gebracht.

Aus welchen Gründen sich der 51-Jährige selbst verletzt habe, sei unklar, teilte Polizeisprecher Daniel Fürst am Einsatzort der APA mit, nachdem die Amtshandlung abgeschlossen war. Der Mann, der mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Spital gebracht wurde, war zunächst nicht vernehmungsfähig.

Gefährliche Drohung und Körperverletzung

Auch die Lebensgefährtin des Mannes wurde ins Spital eingeliefert. Die Frau, gegen die der 51-Jährige körperlich vorgegangen war, soll laut Polizei aber nur leichte Verletzungen erlitten haben. Die Polizei will die Frau noch am Samstag als Zeugin befragen, hieß es. Derzeit wird gegen den 51-Jährigen formal wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung ermittelt.

Der Einsatzort - ein mehrgeschoßiges Wohnhaus in der Pasettistraße in Wien-Brigittenau - war von der Exekutive großräumig abgesperrt worden. "Zu keinem Zeitpunkt hat eine Gefährdung für andere Bewohner oder Anrainer bestanden", betonte Fürst. An der Amtshandlung waren auch polizeiliche Sondereinsatzkräfte beteiligt - während die Wega das Stiegenhaus sicherte, brachen Beamte der Cobra die Wohnung auf.
 

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