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Chronik Wien
01/22/2019

Krankenhaus Nord: PR-Berater Kalina schließt Vertuschung aus

Der PR-Berater beurteilte die Kommunikation über das Spital als erfolgreich. Zur Energetik-Causa hieß es: "Shit happens."

Die Untersuchungskommission zum Wiener Krankenhaus Nord hat sich am Dienstagvormittag mit der Kommunikation rund um das Großprojekt beschäftigt. Das Gremium befragte den ehemaligen SPÖ-Bundesgeschäftsführer und nunmehrigen PR-Berater Josef Kalina, der den Krankenanstaltenverbund (KAV) seit 2015 berät. Er beurteilte die Kommunikation über das Spital als erfolgreich.

Schließlich habe man es geschafft, dass nicht ausschließlich über die Kostensteigerungen und Terminverschiebungen berichtet worden sei, argumentierte Kalina. "Die Frage, wie schnell wird es fertig und was wird es kosten, ist eine Dauerfrage, die ununterbrochen die Kommunikation überlagert", so Kalina. Das Großprojekt sei von Beginn an von kritischer Berichterstattung begleitet worden, nicht erst seit 2014. Er sei jedoch zuversichtlich, dass die positive Berichterstattung mit der Eröffnung des Krankenhauses zunehmen werde.

Kalina: "Vertuschung kann ich ausschließen"

Als Krise wollte er die Situation rund um die Großbaustelle 2014, als er mit der Beratungstätigkeit für den KAV beauftragt wurde, nicht bezeichnen. Die Frage der Oppositionsfraktionen, ob damals Informationen zu den Terminverzögerungen und Kostenerhöhungen aufgrund der Gemeinderatswahl 2015 zurückgehalten worden seien, verneinte er. "Eine Vertuschung kann ich ausschließen", betonte er.

Krisenkommunikation sei etwa bei Bekanntwerden der Beauftragung des Energetikers, ein Umstand, der ihn "etwas sprachlos" gemacht habe, nötig gewesen. "Shit happens", kommentierte Kalina die Energetik-Causa. "Das gehört zum Wesen der Kommunikation dazu, dass Sie Dinge erklären müssen, für die es eigentlich keine Erklärung gibt."

Aufbau des technischen Personals laut Gröblinger im Plan

Im Anschluss an Kalina wurde der ehemalige Technische Direktor des Spitals, Wilfried Gröblinger, als Zeuge befragt. Er nahm unter anderem zu den Vorwürfen Stellung, dass der Aufbau des technischen Personals zu langsam geschehen würde. Im Endausbau sollen 87 Personen im technischen Bereich angestellt sein, bestätigte Gröblinger. Im April 2018, als er aus gesundheitlichen Gründen aus seiner Funktion ausgeschieden sei, sei der Aufbau mit damals 35 Mitarbeitern im Plan gelegen.

Die Einbeziehung externer Mitarbeiter sei von Anfang an geplant gewesen, betonte er. Da das Spital im Dezember 2018 baulich fertiggestellt wurde und der technische Probebetrieb rund ein halbes Jahr in Anspruch nehme, stehe der geplanten Inbetriebnahme im Juni aus dieser Sicht nichts im Weg.

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