Die Wiener Linien eröffnen ihre erste betreute Toilette am Stephansplatz.

© APA/WIENER LINIEN/MANFRED HELMER

Chronik Wien
09/24/2019

Kostenpflichtig und betreut: Neue WC-Strategie der Wiener Linien

In der U-Bahn-Station Stephansplatz kostet der Gang aufs WC bald 50 Cent - wie an künftig immer mehr öffentlichen Toiletten.

Die Wiener Linien haben am Dienstag die erste WC-Anlage nach neuem Konzept eröffnet. In der U-Bahn-Station Stephansplatz wurde die Toilette nicht nur neu gestaltet, sie wird ab sofort auch vom Sanitäranbieter Sanifair betreut. Die Benützung kostet 50 Cent. Insgesamt sind sechs Standorte mit Servicepersonal geplant.

Noch im Herbst 2019 eröffnet eine weitere Anlage in der U-Bahn-Station Praterstern. Bis 2020 werden auch noch die Klos in den Haltestellen Karlsplatz, Schwedenplatz, Volkstheater und Westbahnhof entsprechend umgerüstet. Damit wird es insgesamt sechs Sanitäranlagen mit Personal geben.

Für den Einlass um 50 Cent bekommt man einen Wertbon in Höhe von 30 Cent zurück. Dieser lässt sich bei Partner-Betrieben und an Automaten einlösen.

Das Geschäft mit der Notdurft

Auch in Wien wird, wie bereits in vielen deutschen Großstädten, das Verrichten der Notdurft immer seltener gratis möglich. Denn damit endet die Zahlungspflicht nicht: Die Wiener Linien werden künftig auch für die unbetreuten Standorte, die sukzessive ebenfalls umgestaltet werden, 50 Cent Eintritt verlangen. Hier wird es jedoch keinen Bon geben.

Die von Sanifair betreuten Anlagen werden täglich von 6.00 bis 23.00 Uhr geöffnet und besetzt sein. Außerhalb der Öffnungszeiten steht das behindertengerechte WC zu den Betriebszeiten der Wiener Linien allen Kunden als Nacht-WC zur Verfügung.

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