Fix ist: Conchita Wursts Nachfolger wird 2015 in Wien gekürt.

© KURIER/Rainer Eckharter

ORF und Stadt Wien
09/09/2014

Klimatische Verstimmung um Song Contest

Streit um Kosten für Aircondition / 8,89 Millionen Euro aus dem Stadtbudget.

Für den 60. Eurovisions Song Contest, der im kommenden Mai in Wien stattfindet, wird die Stadt zumindest 8,89 Millionen Euro lockermachen müssen. Und weitere knapp drei Millionen Euro für die Events im Umfeld.

Ein entsprechender Beschluss wird am Montag im Wiener Gemeinderat gefasst. Ob das alles ist, bleibt allerdings offen. Denn es sind schon jetzt ein paar Rechnungen offen. Die Stadt Wien etwa sieht es als fix an, dass der ORF für das richtige Klima in der Halle sorgen muss. Sprich: Die allfälligen Kosten für die Aircondition muss der Sender übernehmen, heißt es im Büro von Stadtrat Christian Oxonitsch. Berichte aus dem Rathaus, wonach für den Song Contest sogar eine exakte Temperatur vorgegeben wird, die einzuhalten ist, widerspricht allerdings EBU-Sprecher Jarmo Siim: "Die Temperatur muss richtig für die Besucher und das Equipment sein. In Kopenhagen waren das 21 Grad, aber der ORF muss entscheiden, was das Beste ist."

21 Grad oder mehr?

Bei der Stadthalle verweist man auf noch laufende Verhandlungen über die genauen Rahmenbedingungen, darunter falle auch die Temperatur. Dabei wird noch abgeklärt, ob eine neue, eine temporäre oder am Ende vielleicht doch überhaupt keine Klimaanlage notwendig sei. Auf wie viel Grad man derzeit kühlen kann, will niemand sagen: "Das wäre unseriös." Die 21 Grad dürften aber wohl nicht so leicht zu schaffen sein, wie Konzertbesucher der Stadthalle wissen.

Der ORF will jedenfalls nicht für eine allfällige Klimaanlage zahlen. "Grundsätzlich wird dem ORF ein bespielbarer Zustand inklusive aller technischen Voraussetzungen garantiert", erklärt Sender-Sprecher Martin Biedermann dem KURIER. Ein Entscheidung dazu falle aber erst "im Laufe dieses Jahres".

Darüber hinaus bezahlt die Stadt aber nicht nur die Miete für die Stadthalle, möglicherweise eine Klimaanlage, die Reinigung und das Personal, sondern auch die Ausfallkosten für – dem Vernehmen nach – acht Veranstaltungen. Diese sollten rund um den ESC in Wiens größter Veranstaltungshalle stattfinden – darunter fallen mehrere Konzerte sowie die Pferde-Show Apassionata.

"Gewaltiger Brocken"

Aus gut informierten Kreisen ist zu hören, dass diese Abgeltungen "ein gewaltiger Brocken sind". Im zuständigen Stadtratbüro von Christian Oxonitsch will man das nicht näher kommentieren: "Solche Details werden von uns nicht kommuniziert." Auch dazu werde derzeit noch verhandelt, wird betont. Da die Veranstalter aber gültige Verträge mit der Stadthalle haben und kein gleichwertiges Ausweichquartier zur Verfügung steht, kann dies jedenfalls einiges kosten.

Generaldirektor Alexander Wrabetz sieht hingegen – zumindest für den ORF – keine Gefahr für eine Kostenüberschreitung. Im dänischen Kopenhagen habe es zuletzt Probleme mit der Halle gegeben, dass sei in Wien "nicht der Fall".

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