Chronik | Wien
04.09.2018

Juden in Wien-Leopoldstadt attackiert: Kein antisemitisches Motiv

Innenministerium schloss antisemitischen Hintergrund nicht aus. Staatsanwaltschaft: Angreifer leidet an paranoider Schizophrenie.

Ein junger Mann griff Mitte Juli in Wien-Leopoldstadt mehrere Menschen an, darunter mindestens einen Juden. Das Innenministerium schloss damals einen antisemitischen Hintergrund nicht aus. Auch die Israelitische Kultusgemeinde war alarmiert.

Die Staatsanwaltschaft teilte nun aber mit, dass Antisemitismus nicht der Hintergrund für die Attacken des 24-jährigen Österreichers war. Das berichtet Wien heute. Die Ermittlungen seien mittlerweile abgeschlossen. Es gibt ein psychiatrisches Gutachten. Dieses attestiert dem Verdächtigen, der vier Menschen verletzte – darunter mindestens einen Juden, der eine Kippa trug –, eine paranoide Schizophrenie. Er soll laut Staatsanwaltschaft in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher kommen.