In Wiener Städtische-Bürohaus eingedrungen: Security verletzt

Die Friedensbrücke war auch in den Abendstunden noch für Passanten und selbst für Anrainer gesperrt.
Im Zuge der Anti-Corona-Demo soll es in Wien am späten Abend auch zu einer Eskalation vor dem Büro-Gebäude der "Wiener Städtischen"-Versicherung gekommen sein.

Auch am späten Abend gab es in der Wiener Innenstadt noch "Nachwehen" der Anti-Corona-Demonstration. Die Friedensbrücke war beispielsweise gegen 19.00 Uhr für Passanten und Anrainer gesperrt.

Einige Demonstranten sollen am Abend auch ein Tor des „Wiener Städtische“-Gebäudes, auf der Oberen Donaustraße, gegenüber dem Schottenring aufgebrochen und einen dort im Einsatz stehenden Sicherheitsmann verletzt haben. Er soll ein Beinbruch erlitten haben. Davor sollen die Demonstranten gemeinsam "I am from Austria" gesungen haben.

Polizeisperre beim Schwedenplatz durchbrochen

Die Stimmung war, hieß es, auch gegenüber der Polizei äußerst aggressiv. Rund um den Donaukanal wurde etwa eine Barriere der Polizei durchbrochen. Später setzte die Polizei auch Pfefferspray ein. Demonstranten sollen davor mit Flaschen geworfen haben.

Pfefferspray gegen Demonstranten

Wie von der Polizei erwartet, tummelten sich auch diesmal Verschwörungstheoretiker und Rechtsextreme in den Kundgebungszügen - gesehen wurde u.a. Identitäre und der verurteilte Neonazi Gottfried Küssel.

Auch Heinz-Christian Strache wurde vor Ort gesichtet.

Einer der Rädelsführer, der Corona-Skeptiker Martin Rutter, wurde laut Informationen aus Polizeikreisen auch diesmal wegen Verwaltungsübertretungen festgenommen, er soll angeblich noch angehalten werden.

Die Landespolizeidirektion berichtete von zahlreichen Anzeigen wegen Nichteinhaltung der Covid-19-Maßnahmen und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Laut Polizeisprecherin Barbara Gass gab es zahlreiche Festnahmen. Wie der KURIER erfuhr, gab es auch Anzeigen gegen FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl und andere FPÖ-Politiker - wegen Verstoßes gegen die Abstands- und Maskenregel. 

Tausende jubeln Herbert Kickl zu

Die FPÖ hatte sich über die Absage einiger Demonstrationen schwer beklagt - und eine eigene Kundgebung auf der Jesuitenwiese im Prater angemeldet, die auch genehmigt wurde.

Klubobmann Kickl ergriff aber nicht nur dort, sondern schon zuvor spontan am Heldenplatz das Wort - und kritisierte die Regierung und ihre Corona-Maßnahmen in äußerst deftiger Weise: Er sprach von "Corona-Stahlhelmen in den Regierungsbüros" und "Schmuddel-Typen" in den Ministerien. Anwesend waren  auch zahlreiche weitere Nationalratsabgeordnete der FPÖ wie Dagmar Belakowitsch oder Generalsekretär Michael Schnedlitz.

Blockaden in der Stadt

Stark behindert war durch die Großdemo der Verkehr in der Wiener Innenstadt. Die Wiener Linien stellten Straßenbahnlinien ein oder leiteten sie um, der ÖAMTC riet Autofahrern, die Innenstadt komplett zu meiden. Immer wieder waren Ring und andere Straßenzüge, zuletzt vorübergehend auch die Brücken über den Donaukanal, gesperrt.

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