Chronik | Wien
29.06.2018

Hautambulanz bleibt nun doch im Wilhelminenspital

Nach Protesten der Opposition und der Personalvertreter wird Verlegung nach Hietzing abgeblasen.

Der Krankenanstaltenverbund (KAV) nimmt eine weitere geplante Umstrukturierung zurück: Die Hautambulanz des Wilhelminenspitals wird nicht ins Krankenhaus Hietzing verlegt.

Wie der KURIER berichtete, hätte die Ambulanz im Zuge der Neuordnung der Wiener Spitalslandschaft (Spitalskonzept 2030) abgesiedelt werden sollen. Heftige Proteste von Personalvertretern und der Opposition waren die Folge. Sie befürchteten eine Unterversorgung der Patienten im 16. Bezirk und den angrenzenden Gebieten.

„Zur optimalen Versorgung der Patienten können diese die dermatologische Ambulanz am Wilhelminenspital aufsuchen, welche die ambulante Versorgung (Facharzt-Ordinationen, Anm.) in der Region unterstützt“, sagt ein KAV-Sprecher. Warum man vom ursprünglichen Plan abrückte? „Bei der konkreten Umsetzung des Spitalskonzepts kann es auch Anpassungen geben.“

Erfreut ist Heinrich Schneider, Personalvertreter im Wilhelminenspital: „Ich hoffe, dass man bei künftigen Projekten zugänglicher für die Argumente der Ärzte und Fachleute ist. Im konkreten Fall hat man ein Jahr lang starr an der geplanten Übersiedlung festgehalten. Das führte zu einer massiven Verunsicherung des Personals und der Patienten.“

Stefan Gara (Neos): „Der Erhalt der Ambulanz ist ein wichtiger Erfolg für die Versorgung der Patienten. Ein entsprechender Antrag der Neos wurde im April im Gemeinderat einstimmig angenommen.“ Gleichzeitig fordert Gara Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) auf, beim Spitalskonzept die Stopptaste zu drücken und es kritisch zu evaluieren.