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Wien
10/14/2018

Für ungeliebten Fan war kein Platz auf der Tafel

Austria Wien verbannte Unterstützer. Alexander Christian gewann bereits fünf Verfahren gegen "seinen" Verein.

von Michaela Reibenwein

Alexander Christian kann jubeln. Der Austria-Fan mit fragwürdigem politischem Hintergrund hat wieder einen Sieg errungen. Nicht im Stadion – dort darf er seit Jahren nicht mehr hinein – vielmehr vor Gericht. Und zwar einmal mehr gegen seinen Verein.

Die Wiener Austria hatte bei der „Baumeister-Aktion“ zur Unterstützung der Renovierung der Generali-Arena aufgerufen. Fans, die 100 Euro zahlten, wurden im Gegenzug als Unterstützer auf einem Schild und online veröffentlicht. Alle bis auf einen. Alexander Christian. Auch der Jurist hatte sich mit 100 Euro beteiligt. An der Tafel fehlte sein Name allerdings. Auf der Vereinshomepage wurde er nachträglich entfernt.

Christian, ein Jurist, forderte den Verein daraufhin im August auf, das Geld zurückzuzahlen. Als die Austria stumm blieb, schaltete er das Gericht ein. Dieses verfasste einen Zahlungsbefehl. Die Austria zahlte schließlich.

„Mit solchen Leuten wollen wir nichts zu tun haben“, sagt Austria-Pressesprecher Christoph Pflug. Gemeint ist damit wohl die Nähe Christians zu rechtsextremen Fanvereinigungen wie „Unsterblich“. Christian selbst hat Hausverbot in der Generali-Arena. „Es ist grundsätzlich befremdlich, dass solche Leute dann trotzdem spenden.“

Neuer Passus

Künftig soll das auch nicht mehr möglich sein. Und zwar mit einem eingebauten Passus, wonach Personen mit Haus- und Stadionverbot an derartigen Aktionen nicht mehr teilnehmen dürfen. „Solche Aktionen werden extern abgewickelt. Deshalb konnte das in der Vergangenheit passieren. Aber wir lernen aus unseren Fehlern“, sagt Pflug.

Für den Fußballfan ist es übrigens schon der fünfte juristische Erfolg gegen seinen Verein. „Ein kleines Jubiläum“, sagt er dazu. Erst vor wenigen Monaten überwies ihm die Austria nach einem Rechtsstreit lieber 10.000 Euro als ihn beim Eröffnungsspiel im neuen Stadion zu sehen. Auch damals hatte sich der Fan mit einer finanziellen Unterstützung das Recht erkauft.

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