Der Spitzenkandidat des BZOE fuer die kommenden Nationalratswahlen Peter Westenthaler, der Tiroler Wahlkampfhelfer Walter Pirchl alias Watzinger aus der ORF-Reality-Show "Taxi Orange" und Wahlkampfleiter Gernot Rumpold, von links, amuesieren sich am Mittwoch, 26. Juli 2006 bei der Praesentation der Wahlkampfzentrale des BZOE in Wien. (AP Photo/Hans Punz)

© Deleted - 574284

Prozess in Wien
11/06/2014

Ex-Taxi-Orange-Teilnehmer "Wazzinger" verurteilt

18 Monate Haft wegen Betrug und Körperverletzung - Urteil nicht rechtskräftig.

Für eine ganze Reihe von Delikten, darunter schwerer Betrug und Körperverletzung, ist am Donnerstag der ehemalige Teilnehmer der TV-Realityshow "Taxi Orange", Walter "Wazzinger" Pirchl, am Wiener Landesgericht verurteilt worden. Der Promi (43) erhielt von Richter Harald Kaml 18 Monate, ein halbes Jahr davon muss er absitzen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

"Wenn ein Urteilsspruch einige Minuten dauert, kann man sich vorstellen, was alles vorgefallen ist", betonte der Richter. Die teilbedingte Strafe - Pirchl stand bereits viermal, davon dreimal einschlägig, vor Gericht - sei ein klares Zeichen, "dass es so nicht geht". war damit nicht zufrieden und meldete Nichtigkeit sowie volle Berufung an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.

Zu den meisten Anklagepunkten hatte sich der Musiker und Moderator nicht schuldig bekannt. Dabei war die Liste der einzelnen Delikte beeindruckend lang: So soll Pirchl Gelder für die Renovierung eines Schiffslokals unterschlagen, die Zahlung für bestellte Heizkörper nicht getätigt (rund 900 Euro) und Geld für eine Chanel-Handtasche kassiert, das Designerteil jedoch nie geliefert haben. Zudem mietete er eine Vespa, blieb das Geld dafür aber ebenso schuldig wie jenes für eine Mietwohnung. Auch geborgtes Geld soll er unterschlagen und seine damalige Freundin geschlagen haben. Dazu kam u.a. noch die Schädigung von Gläubigerinteressen und der Diebstahl von DJ-Kopfhörern.

Pirchl habe Gelder als Provisionen für seine Tätigkeiten einbehalten oder er habe den Rollerverkauf ankurbeln wollen, lautete eine seiner Verantwortungen. Teilweise stritt er diverse Malversationen generell ab oder schob die Schuld etwa beim Taschenkauf auf die Geschäftsführerin der Luxus-Filiale. Schuldig bekannte sich der 43-Jährige zu den Anklagepunkten, wo er sich mit einem fremden Führerschein ausgewiesen und die E-Card des Bruders verwendet haben soll.

Für Kaml zeichnete sich aus den Zeugenaussagen ein klares Bild: "Was für einen Grund sollten diese mit ihnen früher freundschaftlich verbundenen Menschen haben, hier zu lügen?" - und weder bedingte Strafen, noch Geldstrafen hätten den Beschuldigten bisher davon abgehalten, wieder straffällig zu werden.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.