Der Spitzenkandidat des BZOE fuer die kommenden Nationalratswahlen Peter Westenthaler, der Tiroler Wahlkampfhelfer Walter Pirchl alias Watzinger aus der ORF-Reality-Show "Taxi Orange" und Wahlkampfleiter Gernot Rumpold, von links, amuesieren sich am Mittwoch, 26. Juli 2006 bei der Praesentation der Wahlkampfzentrale des BZOE in Wien. (AP Photo/Hans Punz)

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Meldepflicht verletzt
08/02/2013

Walter „Wazzinger“ Pirchl gegen Gelöbnis wieder frei

Entertainer und Ex-Taxler Walter Pirchl will ab Montag wieder im Radio moderieren.

von Michaela Reibenwein, Philipp Kienzl

Dem „Morgenexpress“ steht ab Montag nichts mehr im Weg. Der „Star“ eines Privatradio-Senders mit Sitz in Bad Vöslau (Niederösterreich) befindet sich wieder auf freiem Fuß. Walter „Wazzinger“ Pirchl, ehemals Stern der ORF-Dokusoap „Taxi Orange“, wurde, wie berichtet, Mittwochabend von der Polizei direkt aus einem Radiostudio in einer Rauchpause abgeholt.

Noch im Laufe des Mittwochabends sei er aus der Justizanstalt Josefstadt in Wien wieder entlassen worden. Der 40-Jährige leistete das Gelöbnis, nicht unterzutauchen und sich während der laufenden Ermittlungen in regelmäßigen Abständen bei der Polizei zu melden. „Ich bin ein ordentlicher österreichischer Staatsbürger, ein ehrlicher Tiroler“, hält Pirchl fest.

Dem 40-Jährigen aus dem Tiroler Unterland, der es in der ersten Taxler-Staffel zu Popularität und dem Spitznamen „Wazzinger“ brachte, werden von der Staatsanwaltschaft Wien schwerer und gewerbsmäßiger Betrug, Urkundenfälschung und -unterdrückung vorgeworfen.

„Nichts dran“

„Da ist nichts dran, es wird sich alles in Wohlgefallen auflösen“, sagt der Entertainer am Freitag. Zudem legt er Wert darauf, nicht verhaftet, sondern von der Polizei lediglich „angehalten“ worden zu sein. „Ich bin freiwillig mitgefahren“, sagte Pirchl.

„Ja, es war mein Fehler, das gebe ich zu“, sagt Pirchl, „ich habe eine Meldepflichtsverletzung begangen. Es gibt da zwei oder drei Anzeigen von Geschäftspartnern, die nicht zugestellt werden konnten“, meint der Sänger, dessen neues Album im September erscheinen soll.

Dem Vernehmen nach soll er seinen Hauptwohnsitz nach Bad Vöslau verlegt haben – ohne die Behörden informiert zu haben. „Mehr habe ich mir nicht vorzuwerfen“, sagt Pirchl.

„Insgesamt geht es um 9000 Euro. Was da gewerbsmäßiger Betrug sein soll, weiß ich nicht.“ Ein Teil davon soll auf Anwaltskosten entfallen. Kolportierte Vorwürfe, Pirchl habe Verwaltungsstrafen nicht bezahlt, wies er zurück. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte die U-Haft für Pirchl beantragt, der zuständige Richter allerdings sah das nicht als nötig an. Sein aktueller Wohnort, um Post zuzustellen, ist dem Gericht ja nun bekannt.

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