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Chronik Wien
01/14/2021

Erste Mitarbeiter im Wiener Hanusch-Krankenhaus geimpft

200 Impfdosen wurden von der Stadt zur Verfügung gestellt. Das Krankenhaus peilt eine Durchimpfungsrate von 80 bis 90 Prozent an.

Daniel Winter schiebt sich den kurzen Ärmel seiner dunkelblauen Arbeitskleidung nach oben. Der Arzt, der ihm gegenübersitzt, bereitet die Spritze vor - und dann verschwindet die Nadel in Winters Oberarm.

Der diplomierte Krankenpfleger atmet aus. "Ein Schritt zurück in die Normalität", sagt er später. 

Winter ist einer der ersten Mitarbeiter des Wiener Hanusch-Krankenhauses, die am Donnerstag die Covid-Impfung erhalten haben. 200 Impfdosen hat die Stadt Wien dem Spital, das von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) betrieben wird, vorerst zur Verfügung gestellt.

Bis Freitagabend sollen die Vorräte verimpft sein. Damit kann ein Achtel der Belegschaft bereits die erste Teilimpfung erhalten. Erol Holawatsch, Leiter der Eigenen Einrichtungen der ÖGK, und Bernhard Wurzer, Generaldirektor der ÖGK, streben eine Durchimpfungsrate von 80 bis 90 Prozent an. 

Hohe Impfbereitschaft

Die Impfbereitschaft der 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei sehr hoch, sagt Holawatsch. 

Daniel Winter war auch sofort bereit: „Die Impfung ist unsere einzige Chance, um unsere Patienten, unsere Familien und unsere Kolleginnen und Kollegen zu schützen.“ 

Damit bildet Winter nicht den Durchschnitt des österreichischen Pflegepersonals ab. Wie berichtet, gibt es vor allem im Pflegebereich eine gewisse Impfskepsis.

Zumindest bei den Ärzten dürfte die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, aber doch sehr hoch sein. 95 Prozent der Mediziner in den Wiener Gemeindespitälern wollen geimpft werden, sagt ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).  

Extrem gefragt sei auch die Massenimpfung für die niedergelassenen Ärzte und deren Personal, die am Freitag im Messezentrum beginnt. Die für diese Gruppe vorgesehenen Termine seien binnen 24 Stunden ausgebucht gewesen, sagt der Sprecher. 

Ärzte und Pflegepersonal zuerst

Im Hanusch Krankenhaus werden vorrangig Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal mit engem Patientenkontakt geimpft, in weiterer Folge dann das gesamte Gesundheitspersonal.

"Wir wollen eine Vorbildfunktion einnehmen“, sagen Holawatch und Wurzer. Sie selbst müssen übrigens noch einige Wochen auf ihre Impfung warten.

Daniel Winter hat unterdessen dem nächsten Mitarbeiter Platz gemacht. 

Worauf er sich nach Erhalt der zweiten Teilimpfung jetzt schon freut: „Ich kann es kaum erwarten, meine Eltern endlich wieder umarmen zu dürfen".

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