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Chronik Wien
12/17/2019

Ermittlungsverfahren nach Vorwurf bei Organspenden gegen Wiener AKH

Laut "Addendum" richten sich Ermittlungen gegen Walter Klepetko wegen Bestechlichkeit.

Im Fall eines m├Âglichen Regelversto├čes bei einer Lungentransplantation im Wiener AKH wurde laut dem Magazin "Addendum" vonseiten Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Blatt schreibt, dass sich die Ermittlungen wegen Bestechlichkeit gegen den Leiter der Chirurgie, Walter Klepetko, der die Operation durchgef├╝hrt hat, richtet.

Der Leiter der Pressestelle der WKStA, Rene Ruprecht, best├Ątigte auf Anfrage der APA keine Namen, nur dass es in dem Zusammenhang ein Ermittlungsverfahren gibt, das nun die Vorw├╝rfe nach einer Anzeige pr├╝ft. Das AKH sah sich im Oktober mit diesen Vorw├╝rfen konfrontiert, nachdem an einer griechischen Patientin binnen vier Stunden eine Lungentransplantation durchgef├╝hrt wurde, obwohl die Wartezeit auf ein Spenderorgan eigentlich Monate dauert. Das AKH wies die Vorw├╝rfe zur├╝ck.

Die Frau, die an einer Lungenhochdruckerkrankung litt, wurde laut "S├╝ddeutscher Zeitung" am 8. Oktober gegen 14.00 Uhr von ├ärzten des AKH auf die Warteliste gesetzt. Als gegen 18.00 Uhr eine Spenderlunge von der Organverteilungsstelle Eurotransplant angeboten wurde, schlugen die Wiener ├ärzte binnen f├╝nf Minuten zu. Durchgef├╝hrt wurde die Operation dann von Klepetko, der auch Niki Lauda eine Lunge transplantiert hat. Es stehen nun Vorw├╝rfe der Bereicherung im Raum, da ├ärzte bei ausl├Ąndischen Patienten weit h├Âhere Summen einnehmen w├╝rden, als bei ├ľsterreichern.

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