Emmerling kommt mit "Rede an die Nation" aus der Deckung

Bettina Emmerling von den Neos sitzt an einem Tisch.
Neos-Vizebürgermeisterin meldet sich zu Rechnungshof-Bericht zu Wort.

Seit Tagen steht Neos-Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling in der Kritik – nicht zuletzt in der KURIER-Berichterstattung.

Es geht um das Versagen der Kontrolle bei städtischen Förderungen für private Kindergärten. Der Wiener Stadtrechnungshof hat das Förderunwesen aufgedeckt.

Der Prüfbericht hat im Nachgang der Skandale um die Kindergärten „Alt Wien“ und „Minibambini“ auf mehr als 500 Seiten Ungereimtheiten, konkrete Beispiele und strukturelle Missstände, die zwischen 2016 und 2023 erfolgten, aufgeschlüsselt. 

Vieles liegt im Argen

Er zeigt, dass auch bei anderen privaten Betreibern sowie bei der zuständigen MA10 einiges im Argen liegt.

Bildungsstadträtin Bettina Emmerling, in deren Zuständigkeitsbereich die Kindergärten fallen, hielt sich tagelang mit einem Statement zurück – um sich nun via Instagram zu Wort zu melden. 

Unterlegt mit getragener Musik sitzt Emmerling im Stile des Bundespräsidenten vor einer Österreich- und einer Europafahne, um ihre Rede vom Teleprompter zu lesen. 

„Die Kindergärten stehen vor großen Herausforderungen“, sagt Emmerling, und Berichte über das Förderwesen hätten „für berechtigte Kritik und Aufsehen gesorgt“.

Grundsatzrede geplant

Zwar meint Emmerling, die Vorwürfe seien „alt“ – aber wenn es „um Fördermissbrauch geht, ist jedes Aufdecken wichtig“, räumt sie ein. Kontrollen in dem Bereich seien Schritt für Schritt eingeleitet und durch eine „Aktion scharf“ nochmals verstärkt worden. 

Nicht mehr zeitgemäße Rahmenbedingungen würden zu einer „immer größeren Herausforderung für eine qualitätsvolle Elementarbildung“, schließt Emmerling, die den Kindergarten „neu denken will“.

Was das genau bedeutet, will sie am 19. Jänner in einer Grundsatzrede zur Elementarbildung darlegen.

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