© Katharina Salzer

Chronik Wien
07/23/2019

Torschlusspanik in Schönbrunn: Eine Glosse zum Eingesperrtsein

Die Parkwächter in Schönbrunn nehmen es sehr genau mit der Sperrzeit und weniger mit der Auskunftsfreude.

von Katharina Salzer

Um 21 Uhr sperrt der Schlosspark Schönbrunn zu. Schlag neun – die Kirchenglocken läuten – laufen wir beim Hietzinger Tor ein. Der Parkwächter lässt eine Gruppe Menschen aus dem Park.

Es sind noch 200 Meter bis zum Ausgang. Er macht das Tor wieder zu.

100 Meter. Er dreht sich um.

50 Meter. Er kommt uns mit starrer Miene entgegen. Wortlos.

Null Meter. Er kann doch nicht zugesperrt haben ... . Er kann. Ein Blick auf die Uhr: Es ist 21.01 Uhr. Leichte Panik macht sich breit. Die eben Befreiten geben einen Tipp durch das Gittertor: Der Eingang beim Schloss soll noch offen sein. Also weiterlaufen.

Der Parkwächter ist in sein Auto gestiegen. Und fährt davon – im Rückspiegel könnte er uns joggen sehen.

Die Belohnung: mehr verbrauchte Kalorien, ein schöner Blick auf das beleuchtete Schloss und ein Türsteher, der die Läufer und Touristen entlässt. Die Anregung: Zumindest eine Auskunft zu geben, wäre angebracht.

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