Chronik | Wien
01.09.2018

Bombendrohung: Wiener Stephansdom evakuiert

Anrufer drohte mit einem Anschlag, wenn er nicht eine halbe Million Euro bekommt.

Ein zunächst anonymer Anrufer drohte am Samstagnachmittag telefonisch mit einer Bombe im Wiener Stephansdom. Die Polizei rückte aus und evakuierte die Kirche, der Zugang war bis gegen 17.45 Uhr gesperrt. Mehr als hundert Besucher mussten den Dom verlassen.

Bei einer anschließenden Durchsuchung des Steffls fanden die Beamte keinen Sprengstoff und auch keine Bombe. Die Polizei bestätigte gegenüber dem KURIER, dass ein Mann 500.000 Euro gefordert hatte. Zeitgleich habe dies aber ein U-Bahn-Passagier mitbekommen, da der Mann laut in einer Station telefoniert hatte. Deshalb wurde die Polizei auch dorthin gerufen und konnte den Mann festnehmen.

Näheres waren am Samstagabend vorerst noch nicht bekannt: „Der Mann redet derzeit nicht mit uns“, heißt es bei der Polizei. Die Identität wird vorerst nicht bekanntgegeben. Dem Anrufer droht jedenfalls eine Anklage wegen versuchter Erpressung oder eine Einweisung. Er soll einen verwirrten Eindruck gemacht haben.