15 Verkehrstote in Wien: VCÖ fordert Maßnahmen

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2025 gab es einen Rückgang der Verkehrstoten in Wien, aber insgesamt erhöhte sich die Zahl in Österreich.

von Lukas Leidenfrost

Wien ist anders. Zumindest im Jahr 2025, was die Zahl der Toten im Straßenverkehr betrifft. Denn in der Bundeshauptstadt wurden im Vorjahr „nur“ 15 Verkehrstote gezählt, das sind um fünf weniger als im Jahr davor. 2023 hingegen wurden nur 12 Tote auf den Straßen Wiens gezählt.

Das hat die Mobilitätsorganisation VCÖ in einer Bilanz veröffentlicht. Laut VCÖ seien vor allem Fußgängerinnen und Fußgänger betroffen.

Senioren gefährdet

Neun Todesopfer im Vorjahr gehörten dieser Gruppe an Verkehrsteilnehmern an. Davon waren sieben Seniorinnen und Senioren, berichtet der VCÖ. In den kommenden Jahren wird die Anzahl älterer Menschen stark steigen. „Unser Verkehrssystem nimmt auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht, es sind verstärkte Maßnahmen für eine seniorengerechte Verkehrsplanung nötig“, betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer deshalb. Konkret bedeute das, insbesondere in den Wohngebieten mehr Verkehrsberuhigung und Tempo 30 statt 50, legt sich Gratzer fest. Für seniorengerechteren Verkehr schlägt Gratzer vor, bei Ampelschaltungen auf die langsamere Gehgeschwindigkeit älterer Menschen Rücksicht zu nehmen, Grünphasen müssten bei Fußgängerampeln verlängert, Rotphasen verkürzt werden.

Österreichweit ist die Zahl der Opfer um 51 auf 396 angestiegen. Im Bundesländervergleich wird deutlich, dass Niederösterreich mit 108 Todesfällen an der Spitze steht und Vorarlberg mit 14 Opfern knapp hinter Wien bleibt. 

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