Chronik | Welt
02.05.2018

UN: Mehr als 50 neue Fälle von sexuellem Missbrauch

Unter den 66 mutmaßlichen Opfern seien 13 Mädchen unter 18 Jahren sowie 16 Opfer, deren Alter nicht gemeldet worden sei.

Den Vereinten Nationen sind in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 54 Fälle von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung durch UNO-Mitarbeiter gemeldet worden. Unter den 66 mutmaßlichen Opfern seien 13 Mädchen unter 18 Jahren sowie 16 Opfer, deren Alter nicht gemeldet worden sei, sagte ein UNO-Sprecher am Dienstag.

Generalsekretär Antonio Guterres hatte zu seinem Amtsantritt Anfang 2017 angekündigt, sexuelle Übergriffe innerhalb der UNO ausmerzen zu wollen. Seit 2014 hat es in der Organisation immer wieder Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs vor allem gegen Blauhelmsoldaten gegeben, etwa in der Zentralafrikanischen Republik.

Die zwischen 1. Jänner und 31. März gemeldeten Fälle drehen sich um UNO-Mitarbeiter, die Empfänger von UNO-Hilfen missbraucht oder ausgebeutet haben sollen. 14 der Fälle betreffen Blauhelm-Einsätze, 18 betreffen Behörden oder Büros für Hilfsprogramme der Weltorganisation.

Guterres hatte im August die Australierin Jane Connors als erste UNO-Anwältin für Missbrauchsopfer benannt. Ein neues Kontrollsystem soll zudem helfen, Täter zu identifizieren und deren erneute Anstellung innerhalb der UNO zu verhindern.