Chronik | Welt
12.04.2018

Paragleiterunfall in Portugal: Leichen zweier Österreicher gefunden

Zwei Männer wollten Frau aus dem Meer retten und gerieten in starke Strömung.

Die Leichen zweier Österreicher, die nach einem Paragleiterunfall an der südportugiesischen Küste vermisst wurden, sind am Donnerstag gefunden worden. Das berichteten Online-Medien des Landes unter Berufung auf die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa.

Die Suchteams, deren Einsatz nach dem Unglück am Montag durch Schlechtwetter und hohen Wellengang behindert wurde, hatten die Suche nach den Vermissten demnach am Donnerstag in der Früh wieder aufgenommen. Entdeckt wurden die Leichen gegen 9.30 Uhr unmittelbar bevor die Teams ihren Einsatz wegen schlechter Sicht und hoher Wellen neuerlich unterbrechen wollten.

Männer wollten Frau aus dem Meer retten

Der Unfall hatte sich ereignet, als eine Paragleiterin der österreichischen Reisegruppe nach der Landung am Strand von Meco bei Sesimbra samt ihrem Schirm aufs Meer hinausgezogen wurde. Zwei weitere Paragleiterpiloten aus Österreich landeten ebenfalls an dem Strand auf der Halbinsel von Setubal und versuchten vergeblich, die Frau aus dem Meer retten. Die Männer gerieten in die starke Strömung.

Tot ans Ufer gespült

Einer von ihnen, ein 51-jähriger Salzburger, wurde noch am Montag tot ans Ufer gespült. An der Suche nach den beiden Vermissten - nach Angaben portugiesischer Medien eine 36-jährige Frau und ein 34-jähriger Mann waren unter anderem Hubschrauber beteiligt.

Obduktion und Überstellung nach Österreich

Nach Angaben von Thomas Schnöll, dem Sprecher des Außenministeriums, werden die Toten gerichtsmedizinisch obduziert und dann von den portugiesischen Behörden zur Überstellung nach Österreich freigegeben. Die Mitarbeiter der Botschaft in Lissabon leisten logistische und administrative Unterstützung. Angaben zu den Verunglückten machte der Ministeriumssprecher unter Berufung auf entsprechende Bitten der Angehörigen nicht.