FILE- Britain's best-known fugitive Ronnie Biggs, center, shares a laugh with fellow thief, Bruce Reynolds, right, and Roy Shaw in this Sunday, Aug 8, 1999 file photo in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, Aug 8, 1999, where Biggs had fled. Britain's Justice Secretary Jack Straw said Thursday Aug 6 2009 he decided to release Biggs, now 80, from his prison sentence as he is seriously ill and is not expected to recover. Biggs was part of a gang that robbed a Glasgow-to-London mail train in August 1963, in what was called the "heist of the century." The robbery netted 2.6 million pounds _ worth more than US$50 million today. Reynolds also took part in the notorious mail-train robbery. Shaw was in jail with Biggs before his escape.(AP Photo/Douglas Engle).

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Bruce Reynolds
02/28/2013

Legendärer Posträuber von Großbritannien gestorben

Bandenchef Bruce Reynolds starb im Alter von 81 Jahren - der Coup bleibt unvergessen.

Der Drahtzieher des legendären "Großen Postzug-Raubs" von Großbritannien, Bruce Reynolds, ist tot. Das meldet die BBC auf ihrer Website. Gemeinsam mit 14 Komplizen hatte Reynolds am 8. August 1963 einen mit Geldsäcken beladenen Postzug zwischen Glasgow und Lond gestoppt. Die Räuber räumten den Zug aus und entkamen mit einer sagenhaften Beute von 2,6 Millionen Pfund (heute etwa 47 Millionen Euro).

Der damals 31-jährige Reynolds war das Gehirn der Räuber. Er hatte sich zu jener Zeit offiziell als Antiquitätenhändler aus Croydon ausgegeben. Nach dem Coup fand er aber keine Ruhe: Bis zu seiner Verurteilung lebte er fünf Jahre im Ausland auf der Flucht.

Wie im Wilden Westen

Art und Ausmaß des Überfalls erinnerten damals an Verbrechen im Wilden Westen. In der Nähe von Oakley, in der Grafschaft Buckinghamshire, hatte sich die Bande eine Farm als Versteck gekauft. Gut 30 Kilometer Luftlinie vom Tatort entfernt hatte sie von der auf einem Hügel liegenden Farm einen guten Blick in alle Himmelsrichtungen. In der Nacht auf den 8. April machten sich die Männer auf den Weg, um den Nachtzug um 3.05 Uhr zu stoppen und auszurauben. Mit dabei war auch Ronnie Biggs, der es ebenfalls zur Legende schaffen sollte und sich erst 2001 den Behörden stellte.

Nachdem sie Lokführer Jack Mills mit einer Eisenstange überwältigt und ihn gezwungen hatten, den Zug noch bis zur nächsten Brücke weiterzufahren, verschafften sie sich mit Äxten und Spitzhacken Zugang zu dem Waggon mit den Geldsäcken. Da sie zuvor die Telefonleitungen an der Strecke gekappt hatten, konnte die Polizei erst benachrichtigt werden, als die Banditen ihre Farm schon wieder erreicht hatten.

Fünf Tage nach dem Verbrechen führte ein Hinweis die Polizei zum Versteck der Gruppe, die die Farm zu diesem Zeitpunkt bereits leer hinterlassen hatten. Zurückgeblieben waren jedoch reichlich Fingerabdrücke, die die Männer, fast alle mit einer kriminellen Vergangenheit, verrieten. Nach und nach konnte die Polizei viele der Schurken fassen.

Dem Bandenchef Reynolds gelang jedoch die Flucht über Frankreich nach Mexiko. Erst fünf Jahre später, am 8. November 1968, konnte er während eines Aufenthaltes in Torquay im Südwesten Englands hinter Gitter gebracht werden. Gut zwei Monate später wurde er zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, zehn davon musste er verbüßen.

"Ich habe den Preis dafür bezahlt"

"Im Nachhinein bin ich weder stolz darauf noch schäme ich mich - ich habe den Preis dafür bezahlt", sagte Reynolds, als sich das Verbrechen 2003 zum 40. Mal jährte. Den 50. Jahrestag des Postraubs wird er nun nicht mehr erleben.

Finanziell gelohnt hat sich der Überfall letztlich für Reynolds und seine Kumpane nicht. Reynolds Anteil von 150.000 Pfund ging für das kostspielige Katz-und-Maus-Spiel mit seinen Verfolgern drauf. Im Gefängnis trug er sich mit Selbstmord-Gedanken, nach der zehnjährigen Haft wollte ihn niemand mehr beschäftigen. 1984 wurde Reynolds noch einmal für drei Jahre wegen Handels mit Haschisch und Amphetaminen verurteilt.

Später wurde der ehemalige Bandenchef ein gern gesehener Gast im Fernsehen. Unter anderem überreichte Reynolds 2002 den TV-Preis "Telestar" an den kürzlich gestorbenen Schauspieler Horst Tappert, der ihn 38 Jahre zuvor im deutschen Postraub-Film "Die Gentlemen bitten zur Kasse" verkörpert hatte. Zuletzt lebte der 81-jährige Reynolds in recht bescheidenen Verhältnissen. Er hinterlässt einen Sohn, Nick.

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