Suche im Indischen Ozean

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Flugzeug-Suche
04/11/2014

MH370: Die Hoffnung schwindet langsam

Noch gab es keinen Durchbruch bei der Suche, die Signale stammen nicht von der Blackbox.

Neue Hoffnungen auf ein baldiges Auffinden des seit fast f√ľnf Wochen verschwundenen Flugzeugs haben sich am Freitag zerschlagen. Die im Indischen Ozean am Donnerstag aufgefangenen Funksignale stammten nach einer ersten Analyse nicht von der Blackbox der Boeing, teilte der Koordinator der Suchaktion, Angus Houston, am Freitag in Perth mit.

Australiens Regierungschef Tony Abbott hatte sich kurz zuvor am Rande eines Besuchs in China vor Reportern noch zuversichtlich geäußert, dass die Signale von der Maschine stammten.

Signale können von Messgeräte stammen

Im Ozean k√∂nnen auch Messger√§te akustische Signale aussenden. Str√∂mungsmesser zum Beispiel setzen Forscher zum Teil als sogenannte Floats oder Drifter aus, so k√∂nnen sie auch in entlegene Ozeanregionen gelangen, erkl√§rt Detlef Quadfasel von der Leitstelle Deutsche Forschungsschiffe in Hamburg. Au√üerdem gebe es fest verankerte Ger√§te, die Str√∂mung, Temperatur oder Salzgehalt im Ozean registrierten. "Es gibt verschiedene Messger√§te im Meer, die auch solche Signale aussenden k√∂nnen", betonte Quadfasel. Der Experte konnte aber nicht sagen, ob es in der Suchzone solche Messger√§te gibt - und ob sie zu der aufgefangenen Frequenz passen w√ľrden.

Olaf Boebel, Leiter Ozeanakustik am Alfred-Wegener-Institut (AWI), h√§lt es f√ľr wahrscheinlicher, dass die Signale von einer Gruppe von Schnabelwalen stammen. "Der Frequenzbereich ist sehr √§hnlich." Au√üerdem passe die Wiederholungsrate und das charakteristische "Klick"-Ger√§usch, das dem "Ping" einer Blackbox √§hnele. Von den Schnabelwalen gebe es Hunderttausende - deshalb sei es durchaus denkbar, dass sie den Suchteams in die Quere k√§men.

Suche geht weiter

Die Suche gehe aber weiter, sagte Houston. Sowohl das Schiff "Ocean Shield" als auch Flugzeuge versuchten weiter, akustische Signale aufzufangen. Die Zeit dr√§nge, nichts d√ľrfe unversucht bleiben, so lange die Batterien der Blackboxen noch funktionierten. Die Funksender sind darauf ausgelegt, etwa 30 Tage lang Signale zu senden. Diese Frist w√§re bereits am 7. April abgelaufen. Allerdings funktionieren die Funksender meist l√§nger, sagte Houston bei Beginn der Suchaktion, m√∂glicherweise sechs Wochen.

√úber den Einsatz des ferngesteuerten U-Boots zum Auffinden des Wracks w√ľrden Experten an Bord der "Ocean Shield" entscheiden, teilte Houston mit. Das k√∂nne noch Tage dauern. "Ausgehend von den Informationen, die mir vorliegen gibt es keinerlei Durchbruch bei der Suche nach MH370", teilte Houston mit.

Batterie am Ende

Malaysia Airlines-Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord war am 8. M√§rz auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Die Maschine drehte nach S√ľden und flog noch mehrere Stunden, ohne dass Flugsicherheitsbeh√∂rden Kontakt zu ihr hatten.

Abbott warnte, die Batteriest√§rke der Blackbox des verschwundenen Fliegers m√ľsse nun dem Ende nahe sein. Die Suchteams hofften, so viel Information wie m√∂glich √ľber den genauen Standort zu gewinnen, bevor das Signal abrei√üe.

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