Maria mit ihren griechischen Zieheltern.

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Tauziehen
10/26/2013

Griechisches Roma-Paar will Maria zurück

Die Entscheidung über die Zukunft des kleinen Mädchens liegt nun bei den Behörden.

Die Zieheltern des in Griechenland entdeckten blonden Mädchens Maria wollen das Kind zurück. Sie seien "diejenigen, die es aufgezogen haben, und es lieben", sagte die Anwältin Marietta Palavra am Samstag. Das Roma-Paar, das unter dem Verdacht der Kindesentführung in Untersuchungshaft sitzt, verlange seine sofortige Freilassung.

Die griechische Polizei hatte das kleine Mädchen vergangenen Woche in einem Roma-Lager entdeckt. Das Mädchen fiel den Beamten bei einer Kontrolle auf, da es mit seiner hellen Haut und blonden Haaren seinen angeblichen Eltern überhaupt nicht ähnlich sah. Am Freitag ermittelten die bulgarischen Behörden die leiblichen Eltern des Mädchens. DNA-Tests bestätigten, dass die Roma-Frau das Kind zur Welt gebracht habe.

Sie und ihr Mann waren bereits am Donnerstag von der bulgarischen Polizei befragt worden. Die Frau soll in der Befragung angegeben haben, ihre sieben Monate alte Tochter vor einigen Jahren in Griechenland zurückgelassen zu haben. Nach eigenen Angaben handelte sie aus schierer Not und mangels gültiger Papiere und wollte ihr Kind eines Tages zurückholen.

Behörden müssen entscheiden

Auch die falschen Eltern hätten "von Anfang an" angegeben, das Kind von einer Bulgarin übernommen zu haben, sagte ihre Anwältin. Sie hätten Marias leibliche Mutter als die Frau erkannt, die ihnen das Kind überlassen habe. Sowohl die richtigen als auch die falschen Eltern beteuern, für das Kind sei kein Geld geflossen. Die griechischen Behörden müssen nun entscheiden, ob Maria nach Bulgarien geschickt wird, zu dem griechischen Roma-Paar zurückkehrt oder zur Adoption freigegeben wird.

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