Löscharbeiten in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) auf dem Gelände von BASF

© APA/dpa/Uwe Anspach

Ludwigshafen
10/19/2016

Explosion bei BASF: Taucher suchen Vermissten

Die Belegschaft gedachte ihrer getöteten Kollegen

Zwei Tage nach der tödlichen Explosion bei BASF in Ludwigshafen haben die Mitarbeiter mit einer Schweigeminute zweier getöteter Kollegen gedacht. Unterdessen ging die Suche nach einem Vermissten weiter, bei dem es sich um den Matrosen eines Tankschiffes handeln soll. Taucher von Polizei und Feuerwehr beteiligten sich an der Aktion im Landeshafen Nord.

Die beiden Mitarbeiter der Werksfeuerwehr waren getötet worden, als es am Montag im Hafen aus ungeklärten Gründen zu einer Explosion kam. Begonnen hatte die Katastrophe mit einem eher kleinen Brand an einer Leitung in einem sogenannten Rohrgraben. Kurz darauf folgten die Explosion und mehrere Brände. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, zahlreiche schwer. Sechs lagen auf der Intensivstation.

Die Staatsanwaltschaft hat unterdessen die Obduktion der Leichen angeordnet. Bei einem der Männer sei die Identifizierung "noch nicht zweifelsfrei gelungen", sagte Behördenleiter Hubert Ströber. Die Behörde ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und fahrlässiger Körperverletzung gegen unbekannt.

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