Chronik | Welt
12.12.2017

EU-Kommission beschließt Glyphosat-Verlängerung

Die Brüsseler Behörde kündigt für die Zukunft mehr Transparenz bei wissenschaftlichen Bewertungen an.

Die EU-Kommission hat am Dienstag die Verlängerung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat für weitere fünf Jahre verabschiedet. Nach einer gründlichen wissenschaftlichen Bewertung aller verfügbaren Daten über Glyphosat habe sich ergeben, dass es "keinen Zusammenhang zu Krebserkrankungen bei Menschen gibt", heißt es in der Begründung.

Gleichzeitig kündigt die Brüsseler Behörde für die Zukunft mehr Transparenz bei wissenschaftlichen Bewertungen an. Damit reagiert die EU-Kommission auf Kritik der Europäischen Bürgerinitiative "Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden". So soll die Transparenz, Qualität und Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Wirkstoffbewertungen verbessert werden, u.a durch den öffentlichen Zugang zu Rohdaten.

Der Vizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermans sagte, es müsse deutlicher werden, wie Entscheidungen in diesem Bereich zustande kommen. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis sagte, es sei aber genauso wichtig, dass die Mitgliedstaaten ihre Zuständigkeit wahrnehmen, wenn es um die Zulassung von Pestiziden für ihren Markt geht. Sie müssen auch dafür sorgen, dass Pestizide nachhaltig und entsprechend der Anweisungen auf dem Etikett verwendet werden. Transparenz, Unabhängigkeit und ein nachhaltiger Pestizideinsatz seien die Ziele.