© REUTERS/ELOISA LOPEZ

Chronik Welt
04/09/2020

Wegen Corona: Philippinen verbieten österliche Selbstgeißelung

Sich mit der Peitsche den Rücken blutig schlagen? Sich ans Kreuz nageln lassen? Heuer nicht: Philippinische Christen müssen vorerst auf diesen Spaß verzichten.

Die Polizei hat auf den Philippinen drei Männer festgenommen, weil sich diese trotz eines wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Verbots in der Karwoche selbst gegeißelt hatten.

Die Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren wurden am Mittwoch in San Pedro Cutud nördlich von Manila dabei erwischt, wie sie sich mit Peitschen aus Bambus und Glasscherben schlugen - ein beliebtes Ritual unmittelbar vor Ostern.

In dem Dorf wird traditionell die Kreuzigung Jesu nachgespielt. Dieses Jahr ist dies wegen der Covid-19-Gefahr untersagt. Den festgenommenen Männern droht nun wegen des Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkungen eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten und ein Bußgeld von umgerechnet mehr als 900 Euro.

Das südostasiatische Inselreich ist mehrheitlich katholisch geprägt. Es gibt dort laut offiziellen Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag bisher 4.076 positiv auf das Coronavirus getestete Menschen, von denen 203 starben.

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