Schwere Überschwemmungen in Kenia: 45 Tote
Zusammenfassung
- Mindestens 45 Tote und über 2.200 Vertriebene nach schweren Überschwemmungen in Kenia.
- Starke Regenfälle verwandelten Straßen in Nairobi in reißende Flüsse und überschwemmten zahlreiche Häuser und Geschäfte.
- Wissenschaftler sehen im Klimawandel eine Ursache für die Zunahme extremer Wetterereignisse in Ostafrika.
Bei schweren Überschwemmungen in Kenia sind mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, mussten mehr als 2.200 Menschen wegen der Wassermassen ihre Häuser verlassen. In Kenias Hauptstadt Nairobi hatte es am Freitagabend so stark geregnet, dass sich Straßen in reißende Flüsse verwandelten und Tausende Häuser und Geschäfte überschwemmt wurden. Betroffen waren sowohl Nairobis Armenviertel als auch wohlhabendere Wohngegenden.
Bis Sonntag waren nach Polizeiangaben 23 Tote geborgen worden. Am Montag stieg die Zahl der Toten nach Angaben eines Polizeisprechers auf 45.
Wut gegen Nairobis Gouverneur
Es habe so lange geregnet, dass "der Fluss über die Ufer trat, Autos weggespült wurden und Wasser in unsere Geschäfte strömte", sagte Frederick Wasonga, der in der Innenstadt Autoteile verkauft. Viele Menschen hätten ihr Hab und Gut verloren. Die Wut vieler Menschen richtet sich nun gegen Nairobis Gouverneur Johnson Sakaja, der bei seinem Amtsantritt 2022 versprochen hatte, die Entwässerungs- und Straßeninfrastruktur zu verbessern.
Häufiger Extremwetter
Zahlreiche Studien belegen, dass heftige Nässe- und Dürreperioden in Ostafrika in den vergangenen 20 Jahren häufiger geworden sind. Wissenschafter warnen schon lange, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit, Dauer und Intensität extremer Wetterereignisse wie Starkregen erhöht.
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