Mädchen (6) im Treibsand: Mutter gerät bei Rettungsversuch selbst in Gefahr
England: Ein Mädchen (6) geriet an der Küste von Essex in Treibsand. Ihre Mutter eilte zur Hilfe und blieb ebenfalls stecken – beide wurden rechtzeitig gerettet. (Symbolbild)
Eine Mutter war am Dienstagnachmittag mit ihrer sechsjährigen Tochter an der Küste von Essex in England für einen Spaziergang unterwegs, als das Mädchen plötzlich im nassen Sand steckenblieb und langsam einsank. Die Mutter, die sich nur wenige Meter hinter ihr befand, eilte sofort zur Hilfe. Dabei geriet sie jedoch selbst in den weichen Untergrund und konnte sich ebenfalls nicht mehr aus eigener Kraft befreien.
Mutter und Kind (6) steckten im Sand fest
Laut einem Bericht der BBC war der Lkw-Fahrer Adrian Pikula mit seiner Tochter in der Nähe unterwegs, als er durch die Hilferufe auf die Notsituation aufmerksam wurde. "Sie steckte sehr tief im Schlamm, wahrscheinlich war etwa die Hälfte ihres Körpers darin. Natürlich gab es viel Aufregung. Die Leute schrien und riefen, und die Kinder weinten", schilderte der Augenzeuge.
Augenzeuge alarmiert Mitarbeiter eines Freizeitparks
Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie das Mädchen zunächst über den Sand läuft und plötzlich steckenbleibt. Rund zwei Meter hinter ihr gerät dann auch die Mutter in den instabilen Untergrund und sinkt bis zur Hüfte ein, als sie verzweifelt versucht, ihr Kind zu erreichen.
Adrian Pikula eilte zum nahegelegenen Freizeitpark Adventure Island UK und verständigte dort mehrere Mitarbeiter des Werkstattteams. Fünf Männer halfen bei der Bergungsaktion und konnten Mutter und Tochter schließlich mithilfe eines Seils aus dem Sand befreien.
Instabiler Untergrund durch kürzlich aufgeschütteten Sand
Der Freizeitpark teilte auf Facebook mit, dass der Sand erst kürzlich von der Gemeinde aufgeschüttet worden sei. In Verbindung mit Wasseransammlungen sei der noch lockere Untergrund instabil geworden.
Auch der Gemeindetrat meldete sich in einer Stellungnahme zu Wort und betonte, man nehme den "Vorfall an der Three Shells Lagoon äußerst ernst". Das Gebiet wurde vorsorglich weiträumig abgesperrt, bis die Arbeiten abgeschlossen sind.
Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
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