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Chronik Welt
12/03/2019

Österreicher erlitt Herzinfarkt im Zug und starb

Ein Österreicher hat in einem ICE nach München einen Herzinfarkt erlitten. Der Mann starb noch im Zug.

Am Sonntag kam es zu einem tragischen Zwischenfall im ICE 881 von Hamburg nach München. Kurz nach der Abfahrt am Bahnhof in Hannover hat ein 62-jähriger Österreicher einen Herzinfarkt erlitten.

Ein zufällig mitreisender Arzt, Angestellte der Deutschen Bahn, ein Polizist sowie Soldaten der Bundeswehr hatten noch im Zug versucht, den Mann wiederzubeleben, sagt Martin Ackert, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hannover zum KURIER. Aber die Reantimationsversuche blieben erfolglos - der Passagier starb. 

Der Zug blieb nach Betätigung der Notbremse noch im Bahnhof Hannover stehen, daher war auch ein Notarzt schnell dort, schildert die Polizei. Am Bahnsteig wurden die Reanimationsversuche dann von diesem fortgesetzt, jedoch vergeblich.

Vorwürfe gegen "Gaffer"

In deutschen Medien wird von "Gaffern" berichtet, die die Reanimationsversuche behindert haben sollen, dies konnte die Polizei jedoch nicht bestätigen. "Zumindest die Arbeit des Notarztes wurde nach unserer Wahrnehmung nicht gestört oder behindert", sagt Ackert. Solche Situationen würden aber von jedem anders wahrgenommen werden.

Berichte deutscher Medien, dass es zu lange gedauert habe, bis ein Defibrillator vor Ort war, bestätigte die Polizei nicht.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigt den Vorfall gegenüber dem KURIER, wollte die Geschehnisse aber nicht näher kommentieren.