© REUTERS/Stephanie Keith

Chronik Welt
10/26/2021

Notruf vom Baldwin-Filmset: "Sie ist verantwortlich"

Auf dem Mitschnitt spricht eine Mitarbeiterin über die verantwortliche Waffenmeisterin und den "verdammten Regieassistenten".

"Wir brauchen sofort Hilfe", sagt eine Stimme am Telefon. Sie stammt von Mamie Mitchell, Script Supervisor am Set des Western "Rust", auf dem Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen wurde. Den Abzug betätigte Schauspieler Alec Baldwin, er dachte, mit einer ungefährlichen Requisitenwaffe zu hantieren.

Auf dem veröffentlichten Notruf-Mitschnitt geht es aber um mehr, als um die Anforderung eines Krankenwagens. Es ist zu hören, wie Mitchell sagt: "Der verdammte Regieassistent, der mich beim Mittagessen angeschrien hat, weil ich nach Verbesserungen gefragt habe." Es handelt sich offenbar um jenen Regieassistenten, der auch im Fokus der Ermittlungen steht. Dave Halwes soll Baldwin die Waffe mit den Worten "cold gun" - also ungeladen - überreicht haben. Er war bereits 2019 in einen Vorfall verwickelt, bei dem ebenfalls eine Requisitenwaffe losging. Er wurde damals sofort entlassen. 

Auf dem Mitschnitt ist ebenfalls zu hören, wie Mitchell über die zuständige Waffenmeisterin spricht. "Sie ist verantwortlich für das, was passiert ist. Sie hätte die Waffe überprüfen müssen."Am Mittwoch wollen die ermittelnden Behörden jedenfalls neue Details zu dem Fall präsentieren. 

Hier geht es zum Notruf-Mitschnitt:

Bei dem Vorfall während der Dreharbeiten zu dem Western "Rust" mit Baldwin (63) auf einer Filmranch in New Mexico war am Donnerstag die 42-jährige Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins durch einen Schuss aus einer Requisitenwaffe tödlich verletzt worden. Der Assistent habe nach eigener Aussage nicht gewusst, dass eine Patrone in der Waffe steckte.

Regisseur Joel Souza (48) war bei dem Zwischenfall an der Schulter verletzt worden, konnte das Krankenhaus aber inzwischen verlassen. Medienberichten zufolge ereignete sich das Unglück, als Baldwin eine Szene probte, in der er die Pistole aus dem Gürtelholster ziehen und - auf die Kamera gerichtet - schießen sollte. Souza habe zu diesem Zeitpunkt hinter Kamerafrau Hutchins gestanden und ihr über die Schulter geschaut. Strafrechtliche Vorwürfe wurden bislang nicht erhoben. Die Dreharbeiten wurden ausgesetzt. Der Regieassistent habe sich bislang nicht zu den neuen Berichten geäußert, hieß es.

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