Mysteriös: Große Klumpen an deutschen Stränden angespült
Zusammenfassung
- Weiße Klumpen, vermutlich Paraffin, wurden an Stränden mehrerer ostfriesischer Inseln angespült.
- Die Wasserschutzpolizei sieht keine Gefahr für Strandbesucher und hat die Ermittlungen aufgenommen; Reinigungsarbeiten laufen.
- Paraffin stammt meist aus der Schifffahrt und wurde in den letzten Jahren wiederholt an der Nordseeküste gefunden.
An den Stränden mehrerer ostfriesischer Inseln sind weiße Klumpen angespült worden. Der Wasserschutzpolizei zufolge handelt es sich wahrscheinlich um Paraffin. Auf Bildern vom Donnerstag waren die Brocken am Strand von Norderney zu sehen. Schon am Mittwoch gab es Berichte über ähnliche Funde auf Borkum und Juist.
Auf Borkum sei auf einer Länge von etwa 20 Kilometern eine unbestimmte Menge des Stoffes gemeldet worden, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Die Säuberungsarbeiten seien im Gange.
Keine Gefährdung für Strandbesucher
Auch auf Juist wurden den Angaben zufolge im westlichen Strandabschnitt solche Brocken festgestellt. Eine Gefährdung für Strandbesucher bestehe nach derzeitigen Erkenntnissen nicht. Die Wasserschutzpolizei Emden ermittle. Mitarbeiter des niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hatten das angespülte mutmaßliche Paraffin gemeldet.
Was sind Paraffine?
Paraffin ist eine wachsartige Substanz. Es ist ein Erdölprodukt, das unter anderem zur Herstellung von Kerzen oder Cremes verwendet wird. Paraffine können etwa aus Tankern auf See stammen: Öl- und Chemikalienreste von Schiffen werden teils auf der Nordsee entsorgt, indem etwa Rückstände aus Schiffstanks gewaschen werden.
Anspülungen von ungewöhnlichen Objekten an der Nordsee passieren immer wieder. 2021 und 2025 wurde ebenfalls Paraffin angespült. 2024 entdeckte eine Urlauberin auf Borkum mehrere Pakete um eine Rettungsweste gebunden – in den Paketen befand sich eine Tonne Kokain, wie die Polizei feststellte.
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