© via REUTERS/DMITRY SHAROMOV/GREENPEACE RUSSI

Chronik Welt
10/08/2020

Massentiersterben: Rätselhafte Umweltkatastrophe vor Russlands Ostküste

Grüner Schaumteppich treibt auf Kurilen-Inseln zu. Unter dem Boden der nahegelegen Stadt Koselski lagern seit Sowjet-Zeiten giftige Chemikalien.

Nach dem massenhaften Tiersterben vor der Küste der russischen Halbinsel Kamtschatka haben Wissenschafter einen 40 Kilometer langen Schaumteppich auf dem Meer entdeckt. Der Schaum habe eine tiefgrüne Färbung, sei an einigen Stellen rund 100 Meter breit und treibe auf die Kurilen-Inseln zu, erklärten die Forscher der Fernöstlichen Staatlichen Universität Wladiwostok am Donnerstag. Trotz schlechten Wetters sei es gelungen, Proben zu entnehmen. Diese würden nun untersucht.

An der Pazifikküste der Halbinsel Kamtschatka im Osten Russlands werden seit Tagen unzählige tote Meeresbewohner angeschwemmt.

Wissenschaftler entdeckten vor der Küste diesen 40 Kilometer langen Schaumteppich - er dürfte wohl durch giftige Chemikalien entstanden sein, die ins Wasser gelangt sind.

Diese Chemikalien sind wohl auch für den Tod der Tiere verantwortlich. Der Schaum hat eine tiefgrüne Färbung, ist an einigen Stellen rund 100 Meter breit und treibt aktuell auf die Kurilen-Inseln zu. 

Die Einwohner Kamtschatkas schlagen seit Tagen Alarm - nicht nur wegen der unzähligen toten Tiere, die an den Stränden angespült werden. Auch die Menschen selbst leiden unter Augenbrennen und Erbrechen.

Wie groß das Ausmaß der Naturkatastrophe ist, ist noch nicht abzusehen. Laut der Regionalbehörde wurden bei acht Patienten inzwischen ernsthafte Verletzungen, nämlich Hornhautverbrennungen dritten Grades diagnostiziert.

Russische Behörden haben inzwischen Ermittlungen eingeleitet, auch Forscher der Universität Wladiwostok  waren vor Ort, um Proben zu entnehmen.

Die Behörden gehen von "illegalem Umgang mit gefährlichen Substanzen aus". Doch laut unabhängigen Experten lagern unter der Hauptstadt Kamtschatkas, Koselski, seit Sowjet-Zeiten giftige Chemikalien.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur RIA Nowosti und der Zeitung "Nowaja Gaseta" könnte aber auch giftiger Raketentreibstoff einer nahegelegenen Militäreinrichtung hinter dem Massensterben der Tiere stehen.

Einwohner Kamtschatkas schlagen seit Tagen Alarm. Sie berichten von hunderten toten Meerestieren und leiden selbst unter Augenbrennen und Erbrechen. Die Ursache ist unklar. Russische Behörden leiteten Ermittlungen wegen des illegalen Umgangs mit gefährlichen Substanzen ein. Laut der Regionalbehörde wurden bei acht Patienten inzwischen Hornhautverbrennungen dritten Grades diagnostiziert.

Experten konzentrieren sich bei ihren Untersuchungen vor allem auf den Ort Koselski. Im Boden der rund 35 Kilometer von Kamtschatkas Hauptstadt entfernten Gemeinde lagern seit Sowjet-Zeiten giftige Chemikalien. Nach Informationen der Nachrichtenagentur RIA Nowosti und der Zeitung "Nowaja Gaseta" könnte aber auch giftiger Raketentreibstoff einer nahegelegenen Militäreinrichtung hinter dem Massensterben der Tiere stehen.

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