MoFi um 22:46 Uhr

© Dominik Schreiber

Chronik | Welt
07/16/2019

Fotostrecke: Das war die Mondfinsternis

Himmelsspektakel: MoFi, Saturn, Jupiter und die ISS waren sehr gut zu sehen.

Sie haben die vergangene Nacht nicht mit Alexei Owtschinin verbracht? Dann haben Sie definitiv etwas verpasst. Kurz nach 23 Uhr flog der russische Kommandant der internationalen Raumstation ISS mit seiner zweiköpfigen Crew von Südwesten kommend mitten durch eine ungewöhnliche Himmels-Konstellation.

Das Wetter hielt, nur vereinzelt störten kleiner Wolken den Blick zum Himmel. In den Stunden zuvor hatte es noch weit schlechter ausgesehen. Die Temperaturen waren angenehm und nicht so kalt wie bei der totalen Mondfinsternis im Jänner, bei der es frostige Minusgrade gab.

Höhepunkt um 23:32 Uhr

Von Afrika über Asien bis Europa bestaunten viele Hobby-Astronomen die Mondfinsternis. In Österreich war sie diesmal nur als partielle zu sehen, die Erde verdunkelte zwei Drittel des Mondes und tauchte diesen einen leichten Rotton ein. Um 23.32 Uhr war der Höhepunkt der MoFi.

Doch das Firmament bot noch weitere Schönheiten: Der Saturn erreichte seine maximalste Helligkeit und war rechts des Mondes zu bestaunen.

Noch etwas daneben zog Jupiter mit seinen 79 Monden seinen Bahnen. Fans von Mondfinsternissen hätten auf dem größten Planeten des Sonnensystems wohl viel Freude. Dessen drei bis vier stets sichtbaren Monde waren auch die ersten Himmelskörper, die entdeckt wurden, bei denen mit Sicherheit fest stand, dass sie nicht um die Erde kreisen. Im 17. Jahrhundert war diese Entdeckung von Galileo Galilei noch eine Sensation.

Jupiter und ISS:

Die ISS über Wien (der lange Strahl oben)

Heute ist längst klar, dass sich die Erde um die Sonne dreht und mitunter den Mond verdunkelt. Wer es heute verpasst hat, kann die nächste die nächste volle Verfinsterung erst wieder 2022 beobachten. Bis dahin taucht der Mond noch einige Male in den Halbschatten ein, dabei verdunkelt er sich aber nur kaum merkbar, weil er nie den Kernschatten trifft.

Perseiden starten

Für Freunde des Himmels geht es übrigens gleich weiter, ab heute starten die Perseiden – Sternschnuppen werden damit häufiger. Der Höhepunkt ist dabei am 13. August erreicht. Dann kann man bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sehen.