Chronik | Welt
06.12.2018

Lehrerin nimmt Volksschülern den Glauben an den Weihnachtsmann

Auf Nachfrage legte die Lehrerin nach und erzählte, was es mit dem Osterhasen auf sich hat. Das hatte für sie Konsequenzen.

Darf man Kindern den Glauben an den Weihnachtsmann, das Christikind und den Osterhasen nehmen? Über den Zeitpunkt der Offenbarung müssen sich wohl Eltern irgendwann einmal Gedanken machen. Eine Volksschullehrerin hat diese Entscheidung vorweg genommen - mit ernsthaften Konsequenzen: Eine Lehrerin in den USA hat den Weihnachtsmann vor einer Gruppe Erstklässler als Lüge enttarnt. Sie darf deshalb nicht mehr an der Schule unterrichten.

Berichten zufolge war die Lehrerin an der Volksschule im Staat New Jersey als Vertretung im Einsatz und erklärte den Kindern, dass es " Santa Claus" nicht wirklich gebe.

Und wer versteckt die Ostereier?

Auf Nachfragen erklärte sie auch noch den Osterhasen, die Zahnfee, einen Weihnachtselfen sowie Glück spendende Wichtel für erfunden.

"Als vierfacher Vater ist mir wirklich bewusst, wie heikel diese Ankündigung ist", sagte Schulleiter Michael Raj der Webseite "NJ.com" zufolge. In einem Brief an die Eltern, entschuldigte er sich für das "schlechte Urteilsvermögen" der Ersatzlehrerin. Auch Schulbezirksleiterin Rene Rovtar zeigte sich "besorgt und entmutigt".

"Das kindliche Staunen im Zusammenhang mit den Feiertagen und Traditionen liegt mir persönlich besonders am Herzen", teilte Rovtar demnach mit. Viele Eltern hätten anschließend versucht, den Schaden zu Hause zu begrenzen, sagte eine Mutter. Die Lehrerin dürfe in dem Schulbezirk, wo sie seit mehreren Jahren im Einsatz war, künftig nicht mehr unterrichten, berichtete "NJ.com".