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Chronik Welt
12/09/2020

"Kreuzfahrt ohne Ziel": 1.700 Passagiere in Corona-Quarantäne

Nachdem ein Passagier der "Quantum of the Seas" positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sollen alle Gäste in ihren Kabinen bleiben.

von Irene Thierjung

Eigentlich sollte sie besonders sicher sein, die "Kreuzfahrt ohne Ziel", eine mehrtägige Schiffsreise ohne Landgänge. Doch das Konzept ging nicht auf: Nachdem ein Passagier nach der Abreise aus Singapur positiv auf das Coronavirus getestet wurde, müssen die übrigen rund 1.700 Gäste auf der "Quantum of the Seas" ihren Urlaub erst einmal in der Kabine verbringen.

„Ein Gast fühlte sich unwohl und wurde positiv getestet. Wir bitten alle Gäste, in ihren Kabinen zu bleiben, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern“, teilte der Kapitän mit.

Jene Passagiere und Teile der Besatzung, die engen Kontakt mit dem Infizierten hatten, seien zwar inzwischen negativ auf das Virus getestet worden, erklärte die Reederei Royal Caribbean. Es sei aber noch nicht klar, wann die übrigen Passagiere das Schiff verlassen können. Zunächst müsste das Contact Tracing beendet werden - neben den Reisenden sind knapp 1.150 Besatzungsmitglieder an Bord.

Der Infizierte, ein 83-Jähriger, hatte bei Reiseantritt wie die übrigen Gäste einen negativen Coronatest vorgelegt, sagte die Leiterin der Tourismusbehörde in Singapur, Annie Chang, der Zeitung Straits Times. Später habe er Durchfall bekommen, ein Coronatest wurde veranlasst.

Strenge Vorkehrungen

Mit der "Kreuzfahrt ohne Ziel" sollte der Tourismus in Singapur wieder angekurbelt werden. Laut der Nachrichtenagentur Reuters waren nur Einwohner des Stadtstaates, der von der Pandemie vergleichsweise wenig betroffen ist und in den letzten Wochen nur eine Handvoll Infizierte zählte, als Passagiere zugelassen.

Neben dem verpflichtenden Coronatest vor dem Bording gab es weitere strenge Sicherheitsmaßnahmen. So mussten sich die Reisenden verpflichten, stets ein elektronisches Gerät bei sich zu tragen, das lückenloses Contact Tracing sicherstellen sollte.

"Selbst wenn wir uns angesteckt haben sollten, dürfen wir uns nicht beschweren", sagte ein Vater, der mit seinen Kindern an Bord ist, zu Reuters. "Wir waren uns des Risikos bewusst, als wir die Reise buchten."

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