Chronik | Welt
14.08.2018

Autobahnbrücke in Genua eingestürzt: Salvini bestätigt 30 Tote

Die Brücke stürzte in mehr als 40 Metern Höhe auf einem Stück von um die 100 Meter ein. Salvini spricht von 30 Toten.

In der italienischen Hafenstadt Genua ist eine vierspurige Autobahnbrücke eingestürzt. Die Brücke stürzte laut Nachrichtenagentur Ansa in mehr als 40 Metern Höhe auf einem Stück von um die 100 Meter ein. Der Einsturz habe sich während eines gewaltigen Unwetters ereignet, teilte die Polizei auf Twitter mit. Wie die Betreibergesellschaft Autostrade per Italia auf ihrer Homepage mitteilte, sei an der Sohle des Polvecera-Viadukts gerade gearbeitet worden. Auf der Brücke selber habe ein Baukran gestanden.

Der Zustand der Brücke sowie der Fortgang der Renovierung seien immer wieder kontrolliert worden. Erst wenn ein gesicherter Zugang zur Unfallstelle möglich sei, könne Näheres über die Ursachen des Einsturzes gesagt werden, teilte das Unternehmen weiter mit.

"Dutzende Tote" befürchtet

Die Tageszeitung La Repubblica schrieb online, dass mehrere Autos in die Tiefe gestürzt sein könnten. Die Agentur Agi berichtete, die Feuerwehr berge "zahlreiche Personen" aus Trümmern. Unter Berufung auf die Rettungskräfte bestätigte Ansa, dass Menschen ums Leben gekommen sind. Laut der zweitgrößten italienischen Nachrichtenagentur Agnkronos werden "dutzende Tote" befürchtet.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Leider werde diese Zahl noch steigen, sagte Staatssekretär Edoardo Rixi am Dienstag dem Fernsehsender SkyTG24. Laut Innenminister Matteo Salvini sollen rund 30 Menschen gestorben sein. 

Häuser wurden evakuiert

Der Einsturz riss offenkundig mehrere Fahrzeuge mit. "Zahlreiche Autos" seien zwischen den Trümmern eingequetscht, berichtete Ansa unter Berufung auf Polizeikreise.

Rettungskräfte hätten mindestens zwei Überlebende aus den Trümmern gezogen. Mehrere Lastwagen seien im Fluss Polvecera gelandet, über den die mehr als 40 Meter hohe Brücke der A10 auch führt. In der Nähe der Brücke seien nach dem Einsturz vorsichtshalber Häuser evakuiert worden.

Eingestürzte Brücke

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Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

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Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Eingestürzte Autobahnbrücke forderte zahlreiche Tote

Auf einem Video, den die italienische Polizei ins Internet stellte, sind zwei Teile einer abgebrochenen Brücke zu sehen. Zwischen beiden Seiten klafft eine riesige Lücke. In einem anderen Video sind Stimmen von Menschen zu hören, die aus der Ferne den Einsturz sehen und geschockt aufschreien.

"Wir stehen in engem Kontakt mit den Autobahnbetreibern und werden mit Vizeminister ( Edoardo) Rixi vor Ort sein", erklärte Verkehrsminister Danilo Toninelli. Er sprach der Stadt Genua seine Anteilnahme aus.

"Entsetzliche Tragödie"

Toninelli hat den Einsturz der Autobahnbrücke als „entsetzliche Tragödie“ bezeichnet. „Ich beobachte mit größter Besorgnis, was in Genua passiert ist und was wie eine entsetzliche Tragödie aussieht“, twitterte der Fünf-Sterne-Politiker am Dienstag. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) drückte per Twitter sein Mitgefühl aus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bot der italienischen Regierung Hilfe an. "Frankreich ist an der Seite Italiens" und "hält sich bereit, jede notwendige Hilfe zu leisten."

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat betroffen reagiert. „Nach dem schrecklichen Brückeneinsturz sende ich den Menschen in Genua und in Italien meine Anteilnahme“, erklärte Merkel nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag. „Zusammen mit vielen Deutschen bin ich in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.“