Wer mit Giraffen handeln will, muss weiter strenge Regeln einhalten

Drei Giraffen stehen vor Bäumen und einem hellen Himmel.
Die Teilnehmer der Weltartenkonferenz in Usbekistan lehnten Antrag mit nötiger Zweidrittelmehrheit ab. Einige Länder hatten eine Lockerung gefordert.

Für den Handel von Giraffen gelten weiterhin strenge Beschränkungen. Ein Antrag zum Ausschluss bestimmter Populationen von den strikten Regeln verfehlte bei der Weltartenkonferenz in Samarkand in Usbekistan die nötige Zweidrittelmehrheit. Der Beschluss muss zum Ende der Konferenz noch im Plenum bestätigt werden. Erst 2019 waren die Tiere durch strikte Handelsbeschränkungen geschützt worden.

Nun forderten Antragsteller, bestimmte Giraffenpopulationen in Angola, Botswana, Eswatini, Malawi, Mosambik, Namibia, Südafrika und Simbabwe davon auszunehmen. Die entsprechenden Bestände seien stabil, hieß es zur Begründung.

Daniela Freyer von der Organisation Pro Wildlife zeigte sich erleichtert über die Entscheidung. "Eine Kontrolle des Handels aus ganz Afrika ist dringend nötig, um zu verhindern, dass Jagd, Wilderei und Handel das Überleben der wenigen verbliebenen Giraffen gefährden", sagte sie. Gehandelt werden der Organisation zufolge Produkte aus den Knochen und dem Fell der Tiere, Jagdtrophäen und auch die lebenden Giraffen.

CITES-Abkommen regelt Handel

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) regelt den Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen. In der usbekischen Großstadt Samarkand in Zentralasien beraten seit Montag Vertragsstaaten über Regeln. Ziel der Konvention ist, den internationalen Handel mit wild lebenden Arten so zu begrenzen, dass das Überleben gefährdeter Arten gesichert ist.

Kommentare