Europol deckte internationales Drogennetzwerk auf

Es gab 13 Festnahmen in Europa und Asien.
FILE PHOTO: General view of the Europol building in The Hague

Die Beschlagnahmung zweier Mobiltelefone in einer schwedischen Kleinstadt hat nach Angaben der europäischen Polizeibehörde Europol ein kriminelles Netzwerk offengelegt, dass in Europa, Asien und Australien Drogenschmuggel und Geldwäsche organisierte. 

In dieser Woche habe es koordinierte Polizei-Aktionen in Spanien, Schweden und Thailand gegeben, bei denen insgesamt 13 Menschen festgenommen worden seien, teilte Europol am Freitag mit. Bei der Aktion "Candy" (Süßigkeiten) wurden demnach 20 Hausdurchsuchungen ausgeführt und vier Millionen Dollar (rund 3,5 Millionen Euro) Vermögenswerte beschlagnahmt. 

Europol zufolge handelte es sich nicht um ein einzelnes kriminelles Netzwerk, sondern mehrere miteinander verbundene lokale Netzwerke. Der Fall begann demnach im November 2023, als schwedische Behörden zwei Mobiltelefone bei einem Drogendealer sicherstellten. Eine Auswertung hätte verschlüsselte Kommunikation und internationale Kontakte offenbart, die weit über Schweden hinauswiesen, erklärte die Polizeibehörde.

Netzwerke verschleierten Drogentransporte und Eigentumsstrukturen

Mithilfe der Daten wurden den Angaben zufolge im Februar 2025 in Deutschland 1,2 Tonnen illegaler Drogen abgefangen, die für den australischen Markt bestimmt waren. In Australien wurden zwei Männer festgenommen. Die Netzwerke hätten sich auf ein Geflecht von Unternehmen in mehreren Ländern gestützt, um Drogentransporte und Eigentumsstrukturen zu verschleiern und das gewonnene Geld zu waschen, erklärte Europol.

Der Fall zeige, wie organisiertes Verbrechen heutzutage aussehe, erklärte der Leiter des zuständigen Europol-Zentrums, Andy Kraag. Die gefährlichsten Akteure agierten als flexible, miteinander verbundene Netzwerke, die in die legale Wirtschaft eingebettet seien, stellte Europol fest.

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