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Chronik Welt
03/27/2021

Erste deutsche Urlauber auf Mallorca gelandet

Bis Ostermontag sind 532 Flugverbindungen von und nach Deutschland auf die beliebte Ferieninsel geplant.

Am ersten Tag der Osterferien ist der Flughafen von Mallorca aus seinem monatelangen Dornröschenschlaf erwacht. Rund 60 Maschinen aus zwölf deutschen StÀdten wurden allein am Samstag auf der liebsten Ferieninsel der Deutschen erwartet, bis Ostermontag soll es 532 Flugverbindungen von und nach Deutschland geben. Die dringende Bitte der deutschen Bundesregierung, wegen der Corona-Pandemie doch zu Hause zu bleiben, konnte die Reiselust offenbar nicht dÀmpfen.

Vor dem Flughafen warteten Taxifahrer am Samstag sehnsĂŒchtig darauf, endlich wieder Kundschaft zu haben. Mietwagenanbieter versuchten, die Reisenden gleich am Ausgang abzufangen. Viele Urlauber aber wurden auch mit Bussen zu ihren Hotels gebracht.

Angst vor einer Ansteckung 

"Seit eineinhalb Jahren war ich nicht unterwegs. Das fĂŒhlt sich an wie im GefĂ€ngnis", erzĂ€hlt Abdul Naser aus Baden-WĂŒrttemberg. Ein bisschen Angst vor einer Ansteckung habe er schon. "Aber in Deutschland ist das nicht anders."

Die Regierung hatte die Lieblingsinsel der Deutschen am 14. MĂ€rz von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Damit wurde auch die Reisewarnung des AuswĂ€rtigen Amts aufgehoben. Der Schritt erfolgte, weil die Zahl der Neuinfektionen dort unter 50 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gesunken war. Damit entfiel auch eine QuarantĂ€ne und zunĂ€chst die Testpflicht bei der RĂŒckkehr nach Deutschland.

Testpflicht bei RĂŒckkehr

Als die Buchungen stark anzogen, warnte man in Berlin eindringlich vor Urlaubsreisen auf die Mittelmeerinsel. ZusĂ€tzlich wurde eine Testpflicht ab Dienstag fĂŒr alle aus dem Ausland Einreisenden angeordnet. Die gilt auch fĂŒr Reisende, die nicht aus einem Risikogebiet kommen, also auch fĂŒr Mallorca-RĂŒckkehrer. Diese Testpflicht soll vorerst bis einschließlich 12. Mai gelten.

Die Insel ist extrem vom Tourismus abhÀngig. Vor der Corona-Pandemie trug die Branche 35 Prozent zum Regionaleinkommen bei. Jetzt droht Armut.

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