"Dramatischer" Erdrutsch auf Sizilien: Hunderte Menschen evakuiert

Aftermath of storm Harry in Sicily
Zyklon Harry hat in Süditalien bereits Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Auch in den nächsten Tagen wird mit heftigen Niederschlägen und Schneefall gerechnet.

Zusammenfassung

  • Rund 1.000 Menschen wurden in Niscemi auf Sizilien wegen Erdrutschgefahr nach heftigen Regenfällen evakuiert.
  • Auch in Ligurien verursachten Unwetter einen massiven Erdrutsch und blockierten eine wichtige Verkehrsachse bei Genua.
  • Das Sturmtief Harry hat in Süditalien bereits Milliardenschäden angerichtet, weitere Niederschläge werden erwartet.

Italien ist von heftigen Niederschlägen betroffen, insbesondere der Süden des Landes. 

Nach schweren Schäden, die das Sturmtief Harry in den vergangenen Tagen verursacht hat, wird Sizilien nun von starken Regenfällen heimgesucht. In der Kleinstadt Niscemi mussten etwa 1.000 Einwohner aufgrund der Gefahr durch Erdrutsche ihre Häuser verlassen.

Das Abrutschen des Bodens wurde durch den intensiven Regen verstärkt, der in der Region niedergegangen ist. Der Bürgermeister von Niscemi, Massimiliano Conti, ordnete die Schließung der Schulen an und sprach von einem "dramatischen Erdrutsch" in einer Gegend, die erst vor 29 Jahren von einem ähnlichen Vorfall betroffen war.

Transfer von Hunderten von Feldbetten aus Palermo organisiert

Die Zivilschutzbehörde entsandte rund 70 Freiwillige, um den evakuierten Bewohnern in Niscemi zu helfen. Sie organisierte den Transfer von Hunderten von Feldbetten aus Palermo zur Unterbringung der Evakuierten in einer Sporthalle.

Unwetter in Ligurien

Auch in der norditalienischen Region Ligurien gab es Unwetter. Ein massiver Erdrutsch blockierte am Sonntagabend die wichtige Verkehrsachse Aurelia im westlichen Teil von Genua zwischen Vesima und Arenzano. Zur Überprüfung, ob sich Opfer unter dem Geröllmassen befinden, wurden Hunde-Einheiten angefordert. Laut ersten Berichten löste sich ein Felsen in einem Gebiet, das bereits mehrfach von Erdrutschen betroffen war.

Der Zyklon Harry hat in Süditalien bereits Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Besonders betroffen waren die Inseln Sizilien und Sardinien. Auch in den nächsten Tagen wird mit Schnee in Norditalien und Niederschlägen im Süden gerechnet.

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