Wintereinbruch in der texanischen Hauptstadt Austin

© APA/AFP/GETTY IMAGES/Montinique Monroe

Chronik Welt
02/16/2021

Eisige Kälte in Texas macht Stromabschaltungen notwendig

Nationalgarde brachte frierende Menschen in Wärmezentren. Zeitweise waren 4,4 Millionen Bürger ohne Strom.

Ungewöhnliche Kälte und massiver Schneefall sorgen in Texas für Chaos. Zeitweise waren nach Angaben der Webseite poweroutage.us 4,4 Millionen Haushalte ohne Strom.  Der örtliche Stromversorger Oncor warnte Kunden, dass die weitreichenden Stromausfälle noch bis Dienstag anhalten dürften.

Gouverneur Greg Abbott teilte mit, die Nationalgarde sei im Einsatz, um dabei zu helfen, frierende Menschen aus ihren Häusern in eines der 135 eingerichteten Wärmezentren zu bringen. Es seien rund 3.300 Polizisten des Bundesstaats, knapp 600 Angehörige militärischer Einheiten, Allradfahrzeuge der Forstverwaltung und 700 Schneepflüge im Einsatz.

Notstand ausgerufen

Für den Bundesstaat an der Grenze zu Mexiko, der flächenmäßig fast doppelt so groß  wie Deutschland ist, wurde der Notstand ausgerufen. US-Präsident Joe Biden bewilligte zudem Unterstützung durch die Katastrophenschutzbehörde Fema.

Der Flughafen der Metropole Houston musste wegen des Winterwetters zunächst bis Dienstagmittag schließen, beim Airport Dallas Fort Worth gab es zahlreiche Annullierungen, in Austin wurden am Montag alle Flüge gestrichen.

Bürger wurden aufgerufen, Heizungen zu drosseln

Der Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, forderte alle Bewohner, die noch Strom haben, auf, ihre Heizungen zu drosseln, um das Netz zu stabilisieren. Der örtliche Stromversorger CenterPoint Energy sprach dort von rund 1,2 Millionen Kunden ohne Strom.

Die „New York Times“ und örtliche Medien berichteten, dass ein Teil der Stromausfälle auf eingefrorene Windräder zurückzuführen war. Windkraft ist in dem Bundesstaat eine wichtige Energiequelle. Bürgermeister Turner forderte die Führung des Bundesstaats auf, die Verantwortung für die „Größenordnung dieser Stromausfälle“ zu übernehmen und eine Erklärung vorzulegen.

Minus 30 Grad in Lincoln

Die ungewöhnliche Kaltwetterfront machte den  Bürgern  auch in Tennessee, Oklahoma und Kentucky zu schaffen. Berichtet wurde von zahlreichen Verkehrsunfällen.

In Lincoln in Nebraska wurde ein Temperatursturz unter minus 30 Grad vorhergesagt.  

Eingefrorene Pipelines

Auch in Mexiko waren in den Bundesstaaten Nuevo León, Chihuahua, Coahuila, Tamaulipas, Durango und Zacatecas am Montag fast fünf Millionen Haushalte zeitweise ohne Strom, wie der staatliche Stromanbieter CFE erklärte. Bei etwa zwei Drittel der Anschlüsse sei die Versorgung inzwischen wiederhergestellt, hieß es. Das Frieren von Pipelines habe zu einer Unterbrechung der Gaszufuhr geführt, hieß es.

 

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