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Ebola-Ausbreitung: Wachsende Sorge wegen rasch steigender Fallzahlen

Ein infizierter Missionar aus den USA soll nach Deutschland zur Behandlung geflogen werden.
WHO sends 4.7 tonnes of health supplies to ebola-struck Congo

Zusammenfassung

  • Ein mit Ebola infizierter US-Arzt soll zur Behandlung nach Deutschland verlegt werden.
  • Sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko werden ebenfalls nach Deutschland gebracht.
  • Die WHO hat wegen eines Ebola-Ausbruchs im Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt sich zunehmend besorgt wegen der raschen Ausbreitung der Ebola-Infektionen im Nordosten Kongos. Seit Beginn des neuen Ausbruchs gebe es mindestens 500 Verdachtsfälle und 130 mutmaßliche Todesfälle, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. Hinzu kämen 30 bestätigte Infektionen in der Provinz Ituri. Zudem gebe es in der ugandischen Hauptstadt Kampala eine bestätigte Erkrankung sowie einen Todesfall.

Die WHO hatte wegen der Ausbreitung des Virus, für dessen aktuelle Bundibugyo-Variante es keine zugelassenen Impfstoffe gibt, bereits eine gesundheitliche Notlage ausgerufen. An diesem Dienstag soll eine Expertengruppe unter Leitung der WHO über mögliche Impfstoffe beraten. Auf der Agenda steht unter anderem das vom US-Pharmakonzern Merck hergestellte Vakzin Ervebo. Dieses ist eigentlich für die Zaire-Variante zugelassen, hat jedoch in Tierversuchen eine gewisse Schutzwirkung gegen den Bundibugyo-Erreger gezeigt.

US-Missionar soll in Deutschland behandelt werden

Ebola ist eine seltene und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Die Sterblichkeitsrate liegt bei bis zu 40 Prozent. Wegen der Seuche soll ein infizierter Missionar aus den USA zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen werden. Zudem sollen sechs weitere Personen, die dem Virus ausgesetzt waren, nach Deutschland gebracht werden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag mit.

Ruanda schloss seine Grenzen zum Kongo, um ein Übergreifen des Virus zu verhindern. Die Bekämpfung der Seuche wird unter anderem durch die Angriffe von regierungsfeindlichen Milizen im Osten der Demokratischen Republik Kongo erschwert.

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