Ebola-Fall: US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden
Zusammenfassung
- Ein mit Ebola infizierter US-Arzt soll zur Behandlung nach Deutschland verlegt werden.
- Sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko werden ebenfalls nach Deutschland gebracht.
- Die WHO hat wegen eines Ebola-Ausbruchs im Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
Ein mit dem Ebolavirus infizierter Amerikaner soll nach US-Angaben in Deutschland behandelt werden. Er habe in der Demokratischen Republik Kongo gearbeitet und sei am Wochenende positiv getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit.
Wegen der kürzeren Flugzeiten und der Erfahrungen bei der Versorgung von Ebola-Patienten werde der Infizierte nach Deutschland verlegt - ebenso wie sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko. Zu ihrer Nationalität wurden keine Angaben gemacht. Zum genauen Behandlungsort in Deutschland gab es ebenfalls keine Informationen.
Der Infizierte soll Arzt sein
US-Medien zufolge soll es sich bei dem Infizierten um einen Arzt handeln. Eine christliche Missions-Organisation teilte mit, dass sich ein US-amerikanischer Mediziner beim Behandeln in einem Krankenhaus im Kongo infiziert habe.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Verantwortlich ist eine seltene Virusvariante, für die es keinen Impfstoff gibt. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch. Der Ausbruch begann nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet.
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