© Wikimedia Commons/Rhododendrites, CC BY-SA 4.0

Chronik Welt

"Dragon's breath": Dutzende Verletzte durch riskanten TikTok-Trend

Mit flüssigem Stickstoff übergossene Snacks boomen in Indonesien und anderen Ländern. Sie lassen den eigenen Atem wie den eines Drachen erscheinen - mit gefährlichen Folgen.

von Irene Thierjung

01/17/2023, 02:10 PM

Er besteht aus bunten Maisbällchen und wer ihn isst, stößt wie ein Drache Dampf aus Mund und Nase aus: Die Rede ist von einem Snack, der aufgrund zahlreicher Internet-Videos in Indonesien zum Hype wurde und durch den bereits zahlreiche Kinder verletzt wurden.

"Dragon's Breath", Drachen-Atem, heißt der Trend, für den Lebensmittel wie die besagten Bällchen mit flüssigem Stickstoff übergossen und dann mithilfe von Stäbchen gegessen werden. Der minus 196 Grad kalte Stickstoff kühlt die Süßigkeiten oder auch Getränke binnen kurzem auf extrem eisige Temperaturen, der Atem kondensiert und sieht auch wie Rauch.

Das Gefährliche daran: Konsumiert man die Snacks, bevor sich der flüssige Stickstoff verflüchtigt hat, kann man sich durch die extreme Kälte schwere Verletzungen der Zunge, Zähne, Mundschleimhaut oder der Speiseröhre zuziehen - bekannt auch als Gefrierbrand oder Kälteverbrennung.

Im schlimmsten Fall kann eine solche Verletzung tödlich enden.

Straßenhändler

In Indonesien wurden nach Angaben der Regierung bisher 25 Kinder nach dem Verzehr von "Dragon's Breath" ärztlich behandelt, zwei davon mussten ins Krankenhaus. Das Gesundheitsministerium warnte nun laut Guardian eindringlich davor, mit Flüssigstickstoff versetzte Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

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Diese würden oft von Straßenhändlern verkauft, die im richtigen Umgang mit der gefährlichen Substanz nicht geübt seien, heißt es in dem Bericht.

Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung wies bereits auf die gesundheitlichen Risiken hin, nachdem "Dragon's Breath"-Snacks in mehreren Bundesländern verkauft worden waren. Auch in den USA, wo der Snack seit Jahren beliebt ist, gibt es immer wieder Berichte über Verletzungen.

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