Gasexplosion in Wohnhaus: Dreiköpfige Familie tot

Polizeiauto in Deutschland (Symbolbild)
Nach einer Gasexplosion im deutschen Albstadt nun traurige Gewissheit: Drei Menschen wurden dabei getötet. Die Ursache der Explosion ist noch unklar.

Bei dem Einsturz eines Wohnhauses nach einer Gasexplosion im baden-württembergischen Albstadt wurden nach Behördenangaben drei Menschen getötet. Dabei handle es sich "offenkundig um eine Familie", sagte Oberbürgermeister Roland Tralmer (CDU) am Donnerstag in der deutschen Stadt. Die Toten seien 33, 30 und sechs Jahre alt, wie die Polizei mitteilte. Nach mehreren Stunden Suche hätten Einsatzkräfte die drei an der Adresse im Ortsteil Tailfingen gemeldeten Menschen nur noch tot bergen können.

Die Gaszufuhr in der gesamten Straße sei unterbrochen worden. Es gebe keinen Anlass zur Befürchtung weiterer Explosionen, sagte der Bürgermeister von Albstadt, Roland Tralmer (CDU). Im Laufe des Tages sollen die umliegenden Häuser wieder mit Gas versorgt werden. Rund 200 Einsatzkräfte waren vor Ort. Auch speziell für die Suche in Trümmern ausgebildete Spürhunde sind demnach im Einsatz gewesen.

Gasexplosion in Wohnhaus: Ursache noch unklar

Am Donnerstag um kurz nach 05.00 Uhr war der Feuerwehr und der Polizei per Notruf die Explosion im Ortsteil Tailfingen gemeldet worden. Einem Feuerwehrsprecher zufolge handelte es sich um eine Gasexplosion, deren Ursache bisher unklar sei. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Der Unglücksort wurde großräumig abgesperrt.

Bei der Explosion wurden auch Nachbarhäuser beschädigt, unter anderem an Dächern und Fenstern. Die Bewohner wurden nach Polizeiangaben in Sicherheit gebracht, sie wurden in einer Turnhalle versorgt und dort ebenso wie die Angehörigen der Vermissten von Notfallseelsorgern betreut.

"Hoffen auf möglichst glimpflichen Ausgang"

Insgesamt waren den Behörden zufolge mehr als 200 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW) im Einsatz, auch zwei Staffeln von Rettungshunden und Trümmerhunden waren an der Suche beteiligt. Es bleibe "zu hoffen, dass der Tag einen möglichst glimpflichen Ausgang nimmt", sagte Tralmer.

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